CES 1020

Receiver und (Vor-)Verstärker außerhalb atelier/regie/slim line
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Ollic
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CES 1020

#1 Beitrag von Ollic » 13.05.2019, 13:29

Moin liebe Braunis,

ich betreibe seit kurzem einen CES 1020 über Bandausgang an einem CSQ 1020 mit zwei LV 720 als Tuner. Zugegeben eine etwas merkwürdige Kombi, aber egal.
Als Industriedesigner habe ich leider weniger Ahnung von Schwingkreisen, als von Formgebung. Daher baue ich auf Eure kompetente Hilfe hier im Forum. Meine LVs konnte ich ja Dank Euch auch wieder retten. Am Löten sollte es also nicht scheitern.

Nun aber zum Problem:

Anfangs lief der CES 1020 ganz gut. Seit einigen Tagen muckt er aber gewaltig rum. Ich betrieb ihn zuerst direkt an den LVs. Die schalteten anfangs beim betätigen des Netzschalters nicht mit ein. Kurzer Blick ins Innere: Sicherung verbrannt und getauscht, alles funktionierte. Dann nutzte ich ihn wie gesagt über Bandausgang als Tuner am CSQ. Auch das funktionierte - bis jetzt. Der rechte Kanal knackt/verzerrt nach einigen Minuten Spielzeit und wir dann plötzlich recht laut. Dann kriegt er sich wieder ein und wenig später geht das Spielchen wieder los. Eine an Reserve angeschlossene Quelle gibt er aber anstandslos wieder. Schliesse ich den CES wieder direkt an die LVs an, dann schalten sich beide ein, aber die rechte bleibt nun komplett stumm. :? Was könnte das Sein? Feldstärke schlägt komplett aus, Mittenabstimmung funktioniert. Die Stereolampe leuchtet nicht. Die ist aber auch nicht defekt, die hatte ich gewechselt. Ich vermute hier stimmt was mit der Spannungsversorgung nicht...

Was meint Ihr dazu?

Ahnungslose Grüße eines Schwingkreislaiens
Olli

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Re: CES 1020

#2 Beitrag von Ollic » 16.05.2019, 21:23

Hat niemand ne Idee?

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raimund54
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Re: CES 1020

#3 Beitrag von raimund54 » 16.05.2019, 21:52

Hallo Olli,

das ist etwas schwierig zu diagnostizieren. Eine geringe Wahrscheinlichkeit könnte der Elko C502 (links) bzw. C402 (rechts) sein. Evtl. hat auch einer der Transistoren T501 bis T 503 bzw. T40x einen Schuß (vielleicht sind das diese Katastrophenteile BC147 usw. Mal unter regie 510 im Forum suchen bzgl. Hersteller).

Was mich aber irritiert ist, das bei direktem Anschluß der LVs ein Kanal tot ist.

Trotz allem würde ich die Transitoren und diese Elkos (22µF mind. 10 V) einfach wechseln.

Gruß,

Raimund

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Re: CES 1020

#4 Beitrag von Ollic » 18.05.2019, 11:06

Moin Raimund,

vielen Dank für die Antwort. Dass der rechte Kanal beim driekten Betrieb der LV komplett stumm bleibt hat mich auch gewundert. Die BC147 hatte ich seinerzeit bei den LVs auch ersetzt. Seitdem laufen sie problemlos. Ich schraube die Kiste mal auf und werde berichten.

VG
Olli

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Re: CES 1020

#5 Beitrag von raimund54 » 18.05.2019, 20:47

Hallo Olli,

nicht nur die BC147, sondern auch BC148, BC149, BC157,158 und 159 ersetzen (die letzten beiden kommen im CES/regie normalerweise nicht vor, soweit ich mich erinnere).

Gruß,

Raimund

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Re: CES 1020

#6 Beitrag von Ollic » 20.05.2019, 10:14

Hallo Raimund,

danke nochmal. Könnte das nicht leuchtende Stereolämpchen ein Hinweis auf ein Defekt sein?

Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#7 Beitrag von raimund54 » 20.05.2019, 10:40

Hallo Olli,

wie verhält es sich denn, wenn Du die Monotaste drückst. Gibt es dann auch die Ausfälle? Auf beiden Kanäken? Nur auf einem Kanal?

Gruß,

Raimund

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Re: CES 1020

#8 Beitrag von Ollic » 20.05.2019, 13:07

Moin Raimund,

ja, der Effekt bleibt auch mit gedrückter Monotaste der gleiche. Es betrifft scheinbar nur den rechten Kanal...

Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#9 Beitrag von raimund54 » 20.05.2019, 14:16

Hallo Olli,

da die Monotaste hinter dem Bandausgang, von welchem Du zum CSQ gehst, liegt, muß das Problem irgendwo davor liegen.

Noch eine einfache Testmöglichkeit: am Stecker ST907 bzw. 507 die Pins 5 und 7 mal verbinden (das entspricht manueller Monoschaltung am Ausgang empfangsteils). Tritt der Efekt dann immer noch nur im rechten Kanal auf?

Falls ja,liegt es am Vorverstärkerteil.

Falls nein liegt es im oder nach dem Stereodecoder. Dann hier alle Ts wechseln: T906 (BC 147), T908 (BC 159) und T 2607 (BC 147).

Gruß,

Raimund

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Re: CES 1020

#10 Beitrag von Ollic » 20.05.2019, 14:38

Prima - vielen Dank! Ich werde das am Wochenende mal testen...

Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#11 Beitrag von Ollic » 20.05.2019, 15:27

Habe gerade mal in den Unterlagen der 510 reingeschaut... Das müßte dann der T909 (nicht 908) für den rechten Kanal sein, richtig?

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Re: CES 1020

#12 Beitrag von raimund54 » 20.05.2019, 16:04

ja!

Wobei die für den linken Kanal würde ich auch gleich mitwechseln.

Gruß,

Raimund

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Re: CES 1020

#13 Beitrag von Ollic » 20.05.2019, 17:36

Das macht Sinn.
Grüße und danke nochmal.
Olli

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Re: CES 1020

#14 Beitrag von Ollic » 27.05.2019, 00:33

Heute habe ich mich dem Patienten etwas näher gewidmet: Anders als zuvor gedacht, tritt der Effekt beim drücken der Monotaste doch auf beiden Kanälen auf. Sorry dafür. Es äußert sich in einem starken Verzerren und Anstieg des Pegels. Auch habe ich an ST 907 die Pins 5 und 7 überbrückt mit gleichem Ergebnis. Am Stereolämpchen messe ich nur 1.5V und es stellt sich beim Ausschalten auch das typische Rauschen der verdächtigen Transistoren ein. Was tun? Ich bin etwas ratlos. Auf Verdacht rumlöten will ich nicht unbedingt.

Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#15 Beitrag von raimund54 » 27.05.2019, 10:45

allo Olli,

wenn beim Ausschalten ein Rasuchen auftritt, liegt es meist am T602 bzw. T702 in der Endstufe.

Der Anstieg des Pegels mit Verzerren kann eigentlich nur noch an den T908/909 (BC159) oder am Ci901 (µA796) liegen.

Gruß,

Raimund

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Re: CES 1020

#16 Beitrag von Ollic » 27.05.2019, 23:13

Moin Raimund,

danke vielmals. Also T602/702 (BC 158 B) zu ersetzen mit BC 560 C.
T908/909 (BC 159) ebenfalls mit BC 560 C, richtig?

Die 1.5V am Stereolämpchen sind aber auch nicht normal. Was könnte da der Fehler sein?

Was ist, wenn Ci901 hinüber ist? Gibt es dafür Ersatz?

Viele Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#17 Beitrag von raimund54 » 28.05.2019, 10:55

Hallo Olli,

ja, alle BC 159 kannst Du durch BC 560C erstzen.

Liegen die 1,5 Volt über dem Stereolämpchen also von Anschluß zu Anschluß an?

Ersetze mal den C921 (2,2µF) durch einen bipolaren Elko 2,2 µF oder durch zwei in Antiserie geschaltet 2 x 4,7 µF (beide Minuspole zusammen gelötet und die beiden Pluspole in die beiden Anschlüsse auf der Paltine des C921). Bei Stereo liegt hier eine negative Spannung an, wodruch diese Elkos auf Dauer kaputt gehen. Entwicklungs- bzw. Schaltungsfehler im regie 510/CES 1020, der erst im CE 1020 und regie 520 behoben worden ist.

Ich habe noch eine ausrangierte regieplatine, auf der der Ci901 noch vorhanen ist. Könnte ich auslöten und dir schicken.
Gruß,
Raimund

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Re: CES 1020

#18 Beitrag von Ollic » 28.05.2019, 11:54

Hallo Raimund,

das hört sich prima an, vielen dank. Ich werde erstmal die Ts und den Elko ersetzen und dann berichten. Gemessen habe ich die 1.5V direkt auf der Platine, wo die Kabelenden des Birnchens verlötet sind.

Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#19 Beitrag von Ollic » 30.05.2019, 12:30

Moin zusammen,

erstmal einen schönen Vatertag Euch allen! Ich habe das regenerische Wetter genutzt und die entsprechenden Teile ersetzt...
Leider ohne Erfolg :( . Der Effekt besteht unverändert. Das Lämpchen leuchtet auch weiterhin nicht. Ich messe auf der einen Seite ca. 18.2V gegen Masse auf der anderen entsprechend weniger, sodass am Lämpchen ca. 1.5V anliegen. Schade. Vielleicht liegts tatsächlich an Ci 901?

Viele Grüße und einen schönen Feiertag.

Olli

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Re: CES 1020

#20 Beitrag von Ollic » 14.06.2019, 10:20

Moin Raimund,

würdest Du mir den Ci901 vermachen?

Viele Grüße
Olli

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Re: CES 1020

#21 Beitrag von raimund54 » 16.06.2019, 21:23

Hallo Olli,

ich baue den aus und melde mich bei Dir.

Gru0ß,

Raimund

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