Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
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Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Vielleicht waren auch einfach sowohl das Platinenmaterial als auch die verwendeten SMD-Kondensatoren damals - pardon - Schrott.
Oder das Platinen-Layout... ...oder alles zusammen.
Für mich nicht nachvollziehbar, dass bei einer hochkant(!!) stehenden Platine
- die man sehr wahrscheinlich aus einem 286-/AT-PC genommen und in einen Recorder gesteckt hat -
das Elektrolyt "in alle Richtungen kriecht" - also auch nach oben!
"In alle Richtungen" ist doch im Falle des Falles bei waagerechtem Einbau viel wahrscheinlicher.
Auf der von mir verlinkten Seite steht einiges über diese Recorder;
auch, dass die Technik bereits 1996, vier Jahre nach ihrer Einführung, "begraben" wurde.
Ebenfalls auf der Seite sieht man die besagte Platine von beiden Seiten (runterscrollen).
Dabei fällt auf, dass (auf der Rückseite) ein Becher-Elko fehlt.
Ichsachma: Das Ding könnte auch von dieser - also: der anderen - Seite heiß geworden sein,
so dass die hier im Forum von Meo gezeigten Kondensatoren gar nicht die Übeltäter, sondern die Opfer gewesen sind...
Kurz: Wer Angst vor einer SMD-Vorbestückung hat, darf doch gern die bedrahtete Version selbst bestücken...
Markus & Hajo: Phantastische Arbeit. Punkt.
Gruß, Gereon
Oder das Platinen-Layout... ...oder alles zusammen.
Für mich nicht nachvollziehbar, dass bei einer hochkant(!!) stehenden Platine
- die man sehr wahrscheinlich aus einem 286-/AT-PC genommen und in einen Recorder gesteckt hat -
das Elektrolyt "in alle Richtungen kriecht" - also auch nach oben!
"In alle Richtungen" ist doch im Falle des Falles bei waagerechtem Einbau viel wahrscheinlicher.
Auf der von mir verlinkten Seite steht einiges über diese Recorder;
auch, dass die Technik bereits 1996, vier Jahre nach ihrer Einführung, "begraben" wurde.
Ebenfalls auf der Seite sieht man die besagte Platine von beiden Seiten (runterscrollen).
Dabei fällt auf, dass (auf der Rückseite) ein Becher-Elko fehlt.
Ichsachma: Das Ding könnte auch von dieser - also: der anderen - Seite heiß geworden sein,
so dass die hier im Forum von Meo gezeigten Kondensatoren gar nicht die Übeltäter, sondern die Opfer gewesen sind...
Kurz: Wer Angst vor einer SMD-Vorbestückung hat, darf doch gern die bedrahtete Version selbst bestücken...
Markus & Hajo: Phantastische Arbeit. Punkt.
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meistens ist es was mechanisches...
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„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören.
Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Alan Parsons
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Friedel540
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Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Du sagst es. Klasse Arbeit!Paparierer hat geschrieben: ↑12.08.2025, 10:41
Markus & Hajo: Phantastische Arbeit. Punkt.
Gruß, Gereon
Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Hallo Miteinander,
wie bereits auf der letzten Börse angekündigt, habe ich mich zwischen den Jahren mit der Rekonstruktion der PA4 Verstärker-Platine beschäftigt. Genauer PA4/1. In den nächsten Tagen werde ich eine erste Testbestellung machen, um festzustellen, ob alle Löcher und Positionen stimmen. Danach werde ich eine finale Bestellung machen, so dass wir zur Börse eine voll bestückte Platine vorstellen können.
Nun suchen wir jemand, der ggf. eine Bauteil-Liste für Verstärker-Platine hat.
Gruß Markus


wie bereits auf der letzten Börse angekündigt, habe ich mich zwischen den Jahren mit der Rekonstruktion der PA4 Verstärker-Platine beschäftigt. Genauer PA4/1. In den nächsten Tagen werde ich eine erste Testbestellung machen, um festzustellen, ob alle Löcher und Positionen stimmen. Danach werde ich eine finale Bestellung machen, so dass wir zur Börse eine voll bestückte Platine vorstellen können.
Nun suchen wir jemand, der ggf. eine Bauteil-Liste für Verstärker-Platine hat.
Gruß Markus


Jeden Tag habe ich ein Grinsen im Gesicht, wenn ich meine Atelier sehe und nutze.
Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Hallo Miteinander,
natürlich haben wir zur Börse wieder ein paar neue Teile entwickelt. Ausschließlich für die PA4.
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit einen Preview einer PA4 Verstärker-Platine gezeigt. Die Entwicklungs- und Prefinalzeit war diesmal sehr kurz (4 Wochen). Bereits nach dem zweiten Entwicklungsdurchlauf hatten wir eine voll funktionsfähige Platine. Da die Bestückung gegenüber dem R4 Verstärker erheblich geringer ist (nur ca. 100 Bauteile), ist die manuelle Bestückung für einen geübten in 6-8 Std erledigt. Beide ca. 12 Std.
Wir haben bereits 4 Verstärker damit ausgestattet, wovon einer täglich mit weiteren Modifikationen läuft.
Die Besonderheit bei den Verstärker Platinen ist, dass wir die Metallbrücken/-leiterbahnen für die Versorgung der Leistungstransistoren durch eine Platine ersetzt haben. Somit ist die Gefahr von Korrosion gebannt. Aktuell können wir keinen Nachteil diese Lösung feststellen. Natürlich gibt es auch die Platine für die Metallbrücken/-leiterbahnen.
Auf der Börse zeigen wir eine PA4 mit allen Modifikationen.



Gruß Markus
natürlich haben wir zur Börse wieder ein paar neue Teile entwickelt. Ausschließlich für die PA4.
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit einen Preview einer PA4 Verstärker-Platine gezeigt. Die Entwicklungs- und Prefinalzeit war diesmal sehr kurz (4 Wochen). Bereits nach dem zweiten Entwicklungsdurchlauf hatten wir eine voll funktionsfähige Platine. Da die Bestückung gegenüber dem R4 Verstärker erheblich geringer ist (nur ca. 100 Bauteile), ist die manuelle Bestückung für einen geübten in 6-8 Std erledigt. Beide ca. 12 Std.
Wir haben bereits 4 Verstärker damit ausgestattet, wovon einer täglich mit weiteren Modifikationen läuft.
Die Besonderheit bei den Verstärker Platinen ist, dass wir die Metallbrücken/-leiterbahnen für die Versorgung der Leistungstransistoren durch eine Platine ersetzt haben. Somit ist die Gefahr von Korrosion gebannt. Aktuell können wir keinen Nachteil diese Lösung feststellen. Natürlich gibt es auch die Platine für die Metallbrücken/-leiterbahnen.
Auf der Börse zeigen wir eine PA4 mit allen Modifikationen.



Gruß Markus
Jeden Tag habe ich ein Grinsen im Gesicht, wenn ich meine Atelier sehe und nutze.
Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Teil 2:
Da wir eine PA4 mit einer gebrochenen Tatstatur-Platine hatten, habe ich diese kurzfristig nachgefertigt. War keine große Sache.

Da wir eine PA4 mit einer gebrochenen Tatstatur-Platine hatten, habe ich diese kurzfristig nachgefertigt. War keine große Sache.

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andreas schnadt
- Moderator

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- Registriert: 16.09.2010, 14:50
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Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Hallo Markus,
großer Respekt! Einfach toll, was ihr da auf die Beine gestellt habt!
Mit Verneigung Andreas
großer Respekt! Einfach toll, was ihr da auf die Beine gestellt habt!
Mit Verneigung Andreas
Viel Freude beim Hören !
Re: Erneuerung (Reverse-Engineering) von R4/CC4/PA4 Platinen im Original Design
Hier nun ein weiteres Ersatzteil für die PA4.
Wir haben ja bereits die Power-Platine für die /1 und /2 neu entwickelt. Dies zusammen mit einem neuen StandBy-Trafo.
Da die 48V Omron Power-Relais nicht mehr erhältlich sind, liegt es nahe, diese gegen baugleiche 24V Omron Relais zu ersetzen. Nur, wo bekommen man 24V her. Dioden oder Spannungswandler produzieren wieder Wärme. Es werden weiterhin 48V für die Lüfter in einer /2 benötigt.
Hajo hatte sich dem Problem angenommen und eine Möglichkeit gefunden, 24V durch einen kleinen Trafo von einen der Trafowicklung des Ringkerntrafos zu erzeugen. Wobei, wir benötigen +24V und -24V.
Das Ergebnis ist nun eine Universalplatine sowohl für die PA4/1 wie auch für die PA4/2. In einer /1 wird der StandBy Trafo vollständig von der Versorgung der Relais entlastet. In einer /2 können nun die drei Power-Relais und zwei LS-Relais durch baugleiche 24V Relais ersetzt werden. Gleichzeitig haben wir auch die Sicherungsplatine erneuert.
Wir haben bereits mehrere PA4/1 und PA4/2 umgebaut und die PA4/2 läuft problemlos mit 24V Relais und 48V Lüfter.
Zu sehen auf der Börse.

Wir haben ja bereits die Power-Platine für die /1 und /2 neu entwickelt. Dies zusammen mit einem neuen StandBy-Trafo.
Da die 48V Omron Power-Relais nicht mehr erhältlich sind, liegt es nahe, diese gegen baugleiche 24V Omron Relais zu ersetzen. Nur, wo bekommen man 24V her. Dioden oder Spannungswandler produzieren wieder Wärme. Es werden weiterhin 48V für die Lüfter in einer /2 benötigt.
Hajo hatte sich dem Problem angenommen und eine Möglichkeit gefunden, 24V durch einen kleinen Trafo von einen der Trafowicklung des Ringkerntrafos zu erzeugen. Wobei, wir benötigen +24V und -24V.
Das Ergebnis ist nun eine Universalplatine sowohl für die PA4/1 wie auch für die PA4/2. In einer /1 wird der StandBy Trafo vollständig von der Versorgung der Relais entlastet. In einer /2 können nun die drei Power-Relais und zwei LS-Relais durch baugleiche 24V Relais ersetzt werden. Gleichzeitig haben wir auch die Sicherungsplatine erneuert.
Wir haben bereits mehrere PA4/1 und PA4/2 umgebaut und die PA4/2 läuft problemlos mit 24V Relais und 48V Lüfter.
Zu sehen auf der Börse.

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