CC4 Problem Phonoeingang

Revisionen, Reparatur-Tipps (Fragen bitte in der Atelier-Reihe posten! Atelier-Reihe )
Gesperrt
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
hpm66127
Braun-Spezi
Braun-Spezi
Beiträge: 1185
Registriert: 15.01.2009, 21:17
Wohnort: 63636 Brachttal

CC4 Problem Phonoeingang

#1 Beitrag von hpm66127 » 06.02.2010, 10:56

Hallo Leute,

quasi über Nacht ist an meinem CC4 der rechte Phonoeingang ausgefallen. Es ist mir bekannt, dass Ferndiagnosen schlecht möglich sind. Aber vielleicht hat ja schonmal Jemand etwas Ähnliches erlebt und kann mir sagen, ob es sich hierbei um ein größeres Problem handeln könnte.

Danke und Gruß

P.S. Es liegt definitiv nicht am Plattenspieler, Das habe ich schon getestet, in dem ich die Cinchkabel (links/rechts) getauscht habe. Bei anderen Quellen funktionieren beide Kanäle

Benutzeravatar
Gulugulu
R4-Profi
R4-Profi
Beiträge: 1051
Registriert: 18.11.2009, 12:45
Wohnort: Oberhausen

#2 Beitrag von Gulugulu » 06.02.2010, 12:10

Hi!

Wenn sonst alles funktioniert, würde ich mal auf den MM/MC Umschalter tippen - ist als Fehler relativ häufig bei CC4, R4 und A2/2 anzutreffen. Ein paar mal betätigen und es sollte erst mal wieder gehen.

Gruß
Andreas

Benutzeravatar
hpm66127
Braun-Spezi
Braun-Spezi
Beiträge: 1185
Registriert: 15.01.2009, 21:17
Wohnort: 63636 Brachttal

#3 Beitrag von hpm66127 » 06.02.2010, 12:23

Gulugulu hat geschrieben:Hi!

Wenn sonst alles funktioniert, würde ich mal auf den MM/MC Umschalter tippen - ist als Fehler relativ häufig bei CC4, R4 und A2/2 anzutreffen. Ein paar mal betätigen und es sollte erst mal wieder gehen.

Gruß
Andreas
Danke Andreas,

jetzt wo du es sagst, erinnere ich mich daran, dass ich schonmal Probleme mit dem mm/mc Umschalter hatte. Ich werde das gleich mal ausprobieren und berichten.

Gruß

Hans-Peter

Benutzeravatar
hpm66127
Braun-Spezi
Braun-Spezi
Beiträge: 1185
Registriert: 15.01.2009, 21:17
Wohnort: 63636 Brachttal

#4 Beitrag von hpm66127 » 06.02.2010, 12:31

Treffer!

Manchmal kann die Lösung so einfach sein, danke Andreas :beerchug:

Vielleicht sollte man regelmäßig, z.B. alle 6 Monate, mal den Schalter mehrmals hin- und herbewegen :wink:

Viele Grüße

Hans-Peter

P.S. Norbert, vielleicht sollte man das Thema als "wichtig" markern, da der Fehler ja anscheinend doch relativ häufig auftritt?

Alles klar, Hans-Peter, steht auf Wichtig - Norbert

RAL7035
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 43
Registriert: 01.01.2012, 13:25
Wohnort: Herzberg am Harz

#5 Beitrag von RAL7035 » 10.01.2012, 20:40

Hallo,

mein Schalter will jedenfalls nicht mehr so richtig. Ich hatte ihn schon mal ausgebaut, aber das hat nicht wirklich lange gehalten, mit etwas Hin- und Herwackeln hab ich mir bisher immer noch zu helfen gewußt, aber dauerhaft ist das nicht.
Bekommt man diesen Schalter noch in Original oder vielleicht in einer haltbareren Version?

Benutzeravatar
Uli
Braun-Insider
Braun-Insider
Beiträge: 4171
Registriert: 13.09.2009, 14:35

#6 Beitrag von Uli » 10.01.2012, 21:33

Hi!

Ersatz gibt´s warscheinlich nur noch bei Braunbernie. Woanders hab ich sie leider noch nicht gefunden.
Der Schiebefreund ist ziemlich verstrickt eingebaut und man kommt da wirklich schlecht dran.
Pierre Wittig schwört auf die Ultraschallreinigung, Andere demontieren ihn und befreien Ihn von Schaltkontaktrückständen auf der Reibfläche mit mechanischen Mitteln (sB schmirgeln)

Ob das alles von langer Dauer ist?

Wenn neue Schalter bei der Lagerung nicht luftdicht eingeschweißt sind, sehen die mit den Jahren meist auch nicht viel besser aus als die gereinigten Kontakte des alten Schalters.
Kontaktspray wie T6 (o.Ä.) sind auch nicht auf Dauer die Lösung, irgentwann hat man zuviel Honck auf den Kontakten.

Da heißt es dann wohl alle 3-6 Jahre öffnen und reinigen wenn der Fehler wieder da ist!

Gruß... Uli

RAL7035
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 43
Registriert: 01.01.2012, 13:25
Wohnort: Herzberg am Harz

#7 Beitrag von RAL7035 » 11.01.2012, 02:57

Ja,
Braun schrauben und reparieren erinnert mich an Unimog-Schrauben, man muß immer viele Teile ausbauen, um an das eigentlich Problem überhaupt erstmal heranzukommen.

Ich schau mal bei Reichelt nach, ist ja nur ein Schiebeschalter, und nochmal bau ich den alten nicht aus und wieder ein, dann lieber neu.
Und wenn ich da grad bin, find ich bestimmt wieder noch so einige andere Dinge, obwohl mich die Geräte bisher nicht wirklich gestreßt haben, naja, bis auf die rechte Seite der PA 4, die ist komplett neu geworden vor vielen Jahren, klassischer Fall von Platinenauflösung, mein Kumpel hat dann noch schön den Ruhestrom eingestellt und seitdem schnurrt das Teil, auch ohne Lüfter, ganz ohne Hitze.de :-)))

kristallgrau ist immer noch am schönsten

Benutzeravatar
Grolumo
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 217
Registriert: 25.02.2011, 23:57
Wohnort: Stuttgart

#8 Beitrag von Grolumo » 06.02.2012, 22:01

Danke Andreas, Treffer, super Tipp!

Leider ist der Umschalter bei meinem R 4/2 so wackelig, dass er beim Berühren
nach dem Zufallsprinzip vier Schaltpositionen einnimmt: beide Kanäle, linker Kanal, rechter Kanal, Stille.

Gruß
Willi

Benutzeravatar
Gulugulu
R4-Profi
R4-Profi
Beiträge: 1051
Registriert: 18.11.2009, 12:45
Wohnort: Oberhausen

#9 Beitrag von Gulugulu » 07.02.2012, 08:48

Hallo Willi,

da hilft dann wirklich nur noch austauschen, bzw. ausbauen und reinigen. Ist leider recht aufwendig, da man so nicht herankommt. Die Rückseite des Gerätes muss dafür gelöst und ein Stück von der Platine weggezogen werden...

Als letzten Versuch kannst du die Tunerplatine mal hochklappen und ein wenig (wirklich wenig) T6 von der Seite in den Schalter sprühen. Dann gefühlte 1000x hin- und herschalten. Mit ein wenig Glück klappt es dann wieder...

Gruß
Andreas

Benutzeravatar
Grolumo
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 217
Registriert: 25.02.2011, 23:57
Wohnort: Stuttgart

#10 Beitrag von Grolumo » 09.02.2012, 15:24

Hallo Andreas,

herzlichen Dank für die wie immer fundierten Tipps.

Ich versuche es zunächst mit einer Modifikation dahingehend, dass ich bei jeder Gelegenheit den Schalter "trocken" bewege.
Parallel versuche ich den Schalter als Ersatzteil aufzutreiben, man weiß ja nie.
Wenn es tatsächlich zum Austausch oder zur Reinigung kommen muss, melde ich mich wegen Tipps zum besten Weg zum Schalter wieder.

Gruß
Willi

RAL7035
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 43
Registriert: 01.01.2012, 13:25
Wohnort: Herzberg am Harz

repariert

#11 Beitrag von RAL7035 » 15.12.2012, 15:41

Hallo,

nachdem es mich unendlich genervt hat, hab ich den Schalter jetzt nochmal rausgenommen, zerlegt, gereinigt mit den. Alkohol, Tuner 600 und zum Zusammenbau Kontakt 60, fein wieder eingelötet und siehe da, der Klang erstrahlt in neuem Glanz.
Ich hab dazu den Deckel abgenommen, zwei Verbindungsstecker an der Tunerplatine links gelöst, damit ich dann die Eingangsplatine weiter herausnehmen kann.
Die Eingangsplatine wird von der Unterseite her gelöst, weiterhin auch am hinteren Blech die Schrauben der Eingangsbuchsen, dann kann man die Platine soweit zum Löten herausnehmen.
Und zu guter letzt funktioniert auch meine Fernbedienungsmöglichkeit zum neu erstandenen P4 wieder, warum auch immer, ich dachte, es lag am Dreher, weil der andere P4 sich steuern ließ, aber man lernt nie aus...liegt wohl an der Netztrennung des CC4 für die Reparatur.


Gruß

Frederik

Benutzeravatar
Paparierer
Moderator
Moderator
Beiträge: 1823
Registriert: 28.12.2010, 15:36
Wohnort: 85077 Manching

Reinigung von Schiebeschaltern im A1, A2, R4 & CC4

#12 Beitrag von Paparierer » 06.01.2015, 21:20

Hab mal Ulis Beitrag hierher kopiert, weil er hier sicher auch hin passt und wertvoll ist.
Uli hat geschrieben:Moin!

Schalter wie von Friedel beschrieben ausbauen:
Bild (<-alle Bilder können zum vergrößern angeklickt werden!)
Friedel hat geschrieben:Die Chinch Buchsen hinten lösen. Dann das Mainboard los schrauben. (auch den Winkel, der zum Tunerboard führt) Es sind nun weder Endstufe, noch dicke Becherelkos (wie beim R4) im Weg. Der vorher los gelötete Schalter kann nun sehr einfach aus dem nach hinten geschobenen Mainboard entnommen werden.
So sieht das dann aus:
BildBild
Nun musst Du sehr vorsichtig arbeiten das Du nichts verbiegst oder verlierst (zB die kleine Feder & Kugel im schwarzen Schieber), ich arbeite da immer in einem Kartondeckel mit Rand.
Die Mechanik ist schnell zu durchschauen, biege hierzu die Haltelaschen vorsichtig auf und nur soviel das Du die Platine entnehmen kannst:
Bild
Hier der demontierte Schalter, Du siehst den Belag auf der Kontaktplatine. Auch in den Schleifern sitzt der Honk!
Bade sie in verschiedenen Reinigern (zB in contact cleaner390, Kontakt60 oder Aceton) und kontrolliere mit der Lupe wie sauber geworden sind, sonst wiederhole die Reinigung.
Mechanisch würde ich nicht bei den Krampen vorgehen da sie die Federkraft zum Halten auf den Gegenstücken verlieren würden. Sie sind hyperempfindlich!
Ein weicher Zeichenpinsel der Größe 1-2 kann helfen aber es birgt die Gefahr das die Krampen sich hier schon verziehen!

Die Platine mit den Gegenstücken behandelst Du genauso mit den Lösungsmitteln, hier kann sehr vorsichtiges abtragen mit einem Glasfaserradierer helfen.
Bild
Ein Ultraschallbad hilft natürlich (hier kann vielleicht eine Uhrmacherwerkstatt helfen) aber man kann es auch auf meine Art reinigen.
So sahen die Einzelteile nach mehrfachen Behandlung aus:
Bild
Versiegeln solltest Du die Mechanik noch, hierzu verwende ich Kontakt61. Bitte mache nur einen leichten Film auf die Kontakte, das reicht!
Zur Montage ist noch zu beachten das die Krampen erst im richtigen Abstand auf die Platinenpins gesetzt werden, arbeite hier sehr genau. :shock:
Das Gegenstück (der schwarze Schieber) muss spielfrei und leicht auf alle 4 Krampen passen, bist Du zu grob verziehen sich die kleinen Krampen und dann war es das mit dem Schalter.
Wenn Du die Kontakte erst in den schwarzen Schieber legst und versuchst dann Sie auf die Platine zu stecken wirst Du nur wenig Chancen haben alle 4 Kontakte parallel auf die Platine zu bekommen und die Krampen verbiegen. :(

Hast Du alles 'unfallfrei' zusammengesteckt kann der Metallbügel wieder aufsetzen und die Haltekrampen wieder vorsichtig zurückgebogen werden.
Ein abschließender Schiebetest zeigt Dir ob er ordentlich und gewaltfrei rastet, ein Multimeterdurchgangstest verrät Dir noch ob der Schalter wieder seine Arbeit verrichtet!

So behandele ich auch die beiden Inputselectschieber im A1 & A2, sie haben zwar einen längeren Aufbau jedoch ist die Reinigungsprozedur die Gleiche!

Gruß und viel Erfolg!

Uli
Danke Uli!
Gruß, Gereon
...meistens ist es was Mechanisches...
- wenn es nicht will, wende Gewalt an;
geht es kaputt, hätte es eh gewechselt werden müssen... :wink:

Gesperrt