Braun PS 400 - Motor dreht kontinuierlich

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vindgeneration
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Braun PS 400 - Motor dreht kontinuierlich

#1 Beitrag von vindgeneration » 29.05.2012, 15:29

Hallo allerseits,

ich habe einen schönen weißen Braun PS 400. Er funktioniert auch einwandfrei.
Mir ist nun etwas aufgefallen, was mich stutzig gemacht hat.
Solange er am Strom angeschlossen ist, dreht sich der Motor (roter Pfeil) unaufhörlich.
Das ist nicht schlimm, nur produziert er Wärme und verbraucht Strom, obwohl man keine Platte abspielt.

Bild

Nun wollte ich nur mal nachfragen, ob das normal ist, oder ob ich mir Sorgen machen muss?
Vielen Dank und Gruß.

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tomjorg
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#2 Beitrag von tomjorg » 29.05.2012, 20:44

Hallo,

ich kenne den 400er nicht aus eigener Anschauung (nur den 420? aus der audio 300), gehe aber doch davon aus, daß er über einen Ein/Aus-Schalter verfügt?

In Stellung "Aus" sollte eigentlich kein Motor laufen. Überprüfe doch mal den Schalter!

Gruß

Thomas
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vindgeneration
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#3 Beitrag von vindgeneration » 30.05.2012, 09:44

Ja, er hat einen Aus/Ein-Schalter. Soweit ich das überblicke, gibt es im Inneren jedoch keinerlei Verbindung von Ein/Aus-Schalter und Motor.
Durch den Schalter wird lediglich das schwarze Reibrad an den Motor gepresst, damit sich der Teller dreht (durch eine dünne beige Schnur) und eine Mechanik zum Herunterfahren des Tonarms aktiviert (Durch einen Bowdenzug). Jedoch scheint nichts die Elektrik zu beeinflussen.

Haben die Leute in den 70ern jedesmal den Stecker ein und aus gesteckt, wenn Sie Musik hören wollten? Heutzutage kann ich ja die Stromzuführ über einen Funkadapter und Fernbedienung bequem steuern, aber damals musste man jedesmal den Stecker händisch entfernen...das ist doch reichlich unpraktisch.


Hier noch mal ein Bild zur Veranschaulichung. Rot eingekreist ist der Ein/Aus-Schalter. Daran sieht man die 2 Züge vom Bowdenzug und das beige Zugseil.

Bild

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#4 Beitrag von Rainer Hebermehl » 30.05.2012, 11:18

Wenn du den Antriebsteller abnimmst, siehst du auf die Abschaltmechanik ( Drehscheibe und Schaltscheibe. Möglicherweise hat sich der Polyamidkörper der Drehscheibe zerlegt und der Mitnehmerhaken sitzt nicht mehr an Ort und Stelle.
Gruß
Heb
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tomjorg
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#5 Beitrag von tomjorg » 30.05.2012, 11:41

Hallo,

kann es sein, daß das elektr. Schaltelement fehlt?

Ausgehend von der Annahme, daß im audio 310 ein ähnlicher PS verbaut wurde, habe ich mal von unten in eine audio reingeschaut: da sitzt an der Stelle, wo Deine sw/roten Drähte vom Trafo kommend angelötet sind, eine braune Platine mit Kondensatoren. Richtig sehen kann ich das alles aber nicht, da andere Baugruppen den PS weitgehend verdecken. Bei Dir scheint der Motor direkt angeschlossen zu sein. Das würde auch erklären, warum die beiden linken Kontakte nicht angeschlossen sind!


Bild

Soweit meine Vermutungen, bestimmt bekommst Du von einem PS-Kenner hier noch bessere Infos!

Grüße

Thomas

P.S.: Wir hatten in den 70ern auch schon Schalter! :D
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Ps400

#6 Beitrag von Braunistiker » 30.05.2012, 21:01

Hallo,
ich habe mal zwei Fotos gemacht von der Abschaltmechanik.
Bild 1. Gerät aus
Bild 2. Gerät an.
Vielleicht hilft dir das,
Grüße,


Bild

Bild

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#7 Beitrag von wickerge » 30.05.2012, 21:04

Hallo,
ich mußte sowieso bei einem PS400 den Ein/Aus-Schalter tauschen und habe bei der Gelegenheit ein paar Fotos gemacht.
Wie Heb schon gesagt hatte, befindet er sich unter dem Plattenteller. Den inneren Plattenteller (Riemenscheibe) abnehmen und Du siehst den Schalter:


Bild

In Aus-Position



Bild

In Ein-Position

Die weiße Scheibe wird über die Bowdenzüge vom Ein/Aus-Hebel gedreht, darunter ist eine Pertinax-Scheibe, die über die Feder links von der Achse gegensinnig zur weißen Scheibe bewegt wird (ist eine Über-Totpunkt-Kinematik, d.h. springt um, so dass der Schalter immer definiert ein oder aus ist).
Unter der weißen Scheibe sieht es dann so aus:



Bild

Pertinaxplatte



Bild

Schaltkontakte

Es kann sein, dass bei Dir nur die Feder ausgehängt ist, dann ist es eine schnelle Reparatur. Ohne Feder bleibt der Schalter auf eingeschaltet stehen.

Und so sah mein defekter PS 400 aus:



Bild


Vom Öl und Fett versprödet der Kunststoff und die Hebelchen für die Endabschaltung brechen aus ihren Lagerpunkten. Auch der Einhängepunkt für die Schaltfeder ist zerstört. Da hilft nur ein Austausch. Der gleiche Schalter ist aber in allen PS 4xx Plattenspielern verbaut und ich denke, auch im PS 500.

Viel Erfolg bei der Reparatur.

Herzliche Grüße
Gerhard

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#8 Beitrag von tomjorg » 30.05.2012, 21:26

Hallo,

es scheinen also Teile zu fehlen. Die vier Kontakte (Foto Gerhard "Schaltkontakte") gehen doch an der Unterseite auf die Pertinaxplatine mit Kondensatoren und verbinden diese mit Trafo und Motor?

Ich würde mal vermuten, daß Teile des Schaltmechanismus defekt waren/sind und der Schalter umgangen, d. h. der Motor direkt angeschlossen wurde.

Grüße

Thomas
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#9 Beitrag von vindgeneration » 30.05.2012, 23:34

Also erst mal vielen Dank für die Vielen Tipps und Anregungen. Besonders an wickerge für die vielen ausführlichen Fotos.

Bei mir sieht es genau so aus, wie auf den Fotos.
Das heißt, die Pertinax Scheibe wird durch die kleine Feder links bewegt und springt um. Die ganze Abschaltautomatik (wenn die Nadel zum Ende der Platte gelangt) funktioniert auch. Der weiße Endabschalter aus Kunststoff ist vollkommen in Ordnung.

Zur Verständigung (das ist etwas falsch rüber gekommen):
Die Platte hört am Ende auf sich zu drehen und das Gerät schaltet augenscheinlich aus. Es wirkt alles ganz normal. Nur wenn man in das Innere schaut erkennt man, dass der Motor noch dreht. Das Reibrad wird dann nur nicht mehr an den Motor gepresst, wodurch sich der Teller nicht mehr dreht. Der Ein-/Aus-Schalter deaktiviert sich auch am Ende einer Platte. Mechanisch ist alles in Ordnung.

Hier Aus und Ein Stellung. Da stimmt alles.
Bild Bild

Die Lösung mit der fehlenden Elektronik und dem direkt angeschlossenen Motor erscheinen mir plausibel. Jedoch sehen die entsprechenden Kontakte für mich noch sehr "jungfräulich" aus.
Jetzt wäre noch die Info von einem PS400-Besitzer schön, der es definitiv bestätigen kann, dass bei Ihm solch eine zusätzliche Elektronik angeklemmt sind, um den Verdacht zu bestätigen. (tomjorg hat es beim Audio 310 schon bestätigt)

Ist hier also noch etwas angeklemmt beim PS400?
Bild

Ich danke vielmals für eure Hilfe.

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#10 Beitrag von tomjorg » 31.05.2012, 11:41

Hallo,

dann verfolge doch mal den Verlauf der Kabel vom Trafo zum Motor, nicht Durchgang prüfen, Strom bekommt der Motor schließlich!

@ Alle: Welcher PS ist denn in der audio 310 verbaut, liege ich mit PS 4xx überhaupt richtig?

Grüße

Thomas
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P 4XX

#11 Beitrag von carlos » 31.05.2012, 12:03

Tach @ all,
audio 310: P 430X, audio 300: P 420X, audio 2: P 400X, audio 250:
P 410X, mehr weiss ich nicht .....
Gruss carlos

Bild

Bild

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vindgeneration
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#12 Beitrag von vindgeneration » 31.05.2012, 12:50

Hallo,

ich hab mal versucht einen Schaltplan zu erstellen.
Bild Bild

Da ich leider nicht so viel Erfahrung mit elektrischen Schaltungen habe (im Studium hab ich Stromquellen und sowas berechnet, praktisch bringt das alles leider nix), habe ich auch keine Idee, was ich daran jetzt tun sollte. Auf dem 2. Bild von carlos sieht es ja so aus, als müsste dort noch eine zusätzliche braune Platte sein, welche bei mir fehlt...

Ich denke, ich werde den Plattenspieler erst mal so belassen, da es keinerlei Auswirkungen auf den Musikgenuss hat. Sollte die Lösung doch einfach und durchführbar sein, mache ich es natürlich.

Als nächstes muss ich sowieso erst mal die Kabel tauschen. Im Moment hab ich durch den alten 3-pin DIN Stecker nämlich nur ein Mono Signal. Da werd ich wohl ein Cinch-Kabel ranlöten.

Falls noch jemand Ideen und anregungen wegen der Schaltung hat, immer her damit :)
Meine anfängliche Frage, ob das mit dem Motor normal ist, wurde ja von euch beantwortet: Nein.
Damit geh ich gestärkt ins Camping-Wochenende und wünsch euch allen ein schönes Wochenende :)

wickerge
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#13 Beitrag von wickerge » 31.05.2012, 18:43

Hallo,
hier nochmal drei Bilder von der Unterseite. Zwischen dem roten und dem schwarzen Kabel sitzt der Ein/Aus-Schalter. Der Kondensator sitzt parallel zum Schalter und soll das Schaltknacken unterdrücken (Funkentstörkondensator). Zwischen rot und schwarz sollte nur mit Schalter auf "Ein" Durchgang zu messen sein, bei Schalter auf "Aus" kein Durchgang. Wahrscheinlich hast Du aber auch bei Schalter auf "Aus" Durchgang. Dann solltest Du die Kabel ablöten und prüfen, ob der Schalter selbst defekt ist, ob eventuell der Kondensator durchgeschlagen ist oder wenn beides i.O. ist, die Motorverkabelung vielleicht geändert worden ist.


Bild

PS 400 Unterseite, das weiße Kabel links unten in der Ecke ist das Netzkabel


Bild

Klemmleiste für den Motor



Bild

Aufkleber mit dem "Schaltplan" für die Klemmleiste

Viel Erfolg bei der Fehlersuche

Herzliche Grüße
Gerhard

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#14 Beitrag von vindgeneration » 05.06.2012, 19:33

Vielen Dank nochmal für deine Bilder und deine Erklärung. Die Motorverkabelung sieht mir so, wie auf deinem Foto aus. Der nächste Schritt ist dann wohl, den Kondensator zu tauschen. Werde ich dann mal demnächst in Angriff nehmen und mir Elektrotechnische Hilfe suchen :)

Schönen Tag auch allen.

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#15 Beitrag von vindgeneration » 05.06.2012, 22:28

Ich hab mich jetzt doch mal wegen Kondensatoren umgeschaut.

Auf dem Kondensator vom Braun PS 400 steht:
Bild Bild
Soweit, so gut.

Würde einer dieser Kandidaten zum Austausch in Frage kommen? Sie haben alle etwa 0.01µF und um die 1000V.
http://www.conrad.de/ce/de/product/4590 ... 0&ref=list
http://www.conrad.de/ce/de/product/4565 ... 1&ref=list
http://www.conrad.de/ce/de/product/4598 ... Detail=005

Bin ich da bei Folienkondensatoren überhaupt richtig oder bräuchte ich doch Elektrolyt-Kondensatoren? Hier bin leider vollkommen überfordert und für jede Hilfe dankbar.

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#16 Beitrag von Rainer Hebermehl » 06.06.2012, 08:46

Hallo Vind ohne Ansprechnamen,

kann es sein, daß du uns ein wenig veralbern möchtest ? Du hast bisher jede Menge Unterstützung, optisch und verbal , hier von uns erhalten und doktorst noch immer wie ein Blinder herum.

Was ist denn da so schwierig ? Hast du den Kondensator überhaupt geprüft, ob er einen Schluß hat ? Hast du die Netzschaltereinheit zerlegt und Überprüft ? Hast du die Mototorverdrahtung überprüft ? Ist der Motor evtl direkt an die Netzzuleitung angeschlossen ?

Du läßt durchblichen, gewisse Grundkenntnisse der Elektrik zu haben und versuchst dich an einer Verdrahtungsschaltung obwohl diese eindeutig sich selbst erklärend in deinem Plattenspieler klebt.

Wir helfen ja gerne weiter, aber hier drehen wir uns im Kreise.

Heb
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#17 Beitrag von v/d/b » 06.06.2012, 13:42

Hallo zusammen,
ich sehe es zwar nicht ganz so krass wie Rainer, habe mich aber schon gewundert, dass jemand, der von sich sagt: "im Studium hab ich Stromquellen und sowas berechnet" nicht mal ein paar grundsätzliche Messungen durchführt.

@Vind:
Wie Rainer schon sagte, die nötigen Infos hast Du jetzt, es ist nun an Dir etwas zu tun.
Wegen des Kondensators such mal bei Conrad nach "Entstörkondensator", da findest Du das passende Bauteil für diesen Einsatzzweck.

Viele Grüße
Thomas

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#18 Beitrag von vindgeneration » 06.06.2012, 23:09

Danke für eure ehrlichen Antworten. Ich werde jetzt wieder alleine versuchen das Problem zu lösen.

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#19 Beitrag von v/d/b » 07.06.2012, 09:52

Moin Vind,
sag mal Bescheid, wo der Fehler letztlich lag.

Viele Grüße
Thomas

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Re: Braun PS 400 - Motor dreht kontinuierlich

#20 Beitrag von Benutzername » 10.02.2019, 16:32

Hallo zusammen,
tschuldigung, dass ich dass alte Thema nochmals ausgrabe, aber beim obigen Kondensator
handelt es sich doch um einen Folienkondensator? Die üblichen Funkentstörkondensatoren ( die X2 )
gibt es mit den Werten doch gar nicht, oder?

Wenn ich diesen Kondensator ersetzen möchte, nehme ich da einen MKS oder MKP Folienkondensator?
In der Rundform finde ich diese ebenfalls nicht mehr, nur noch in viereckiger Form mit recht kleinen Raummaßen.
Möchte dieses Bauteil aufgrund des Alters in einem Ps410 ersetzen.

Danke.
Matthes

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Re: Braun PS 400 - Motor dreht kontinuierlich

#21 Beitrag von Rainer Hebermehl » 10.02.2019, 17:16

Hallo Matthes,

im Prinzip ist es völlig egal, welche Art Kondensator du nimmst. Hauptsache er ist für 400 oder 630 Volt Wechselstrom ausgelegt.
An dieser Position tut es auch ein 6,8 nf ( 0,0068 ) oder ein 12nf ( 0,012 ) oder noch größer aus der Bastelkiste.
Er dient lediglich zur Funkenlöschung beim ausschalten damit die Schaltkontakte nicht miteinander verschweißen.

Gruß
Rainer
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Re: Braun PS 400 - Motor dreht kontinuierlich

#22 Beitrag von Benutzername » 11.02.2019, 14:17

Vielen Dank Rainer für die Antwort! Ich habe so einen kleinen roten viereckigen MKP mit passenden Werten, dann werde ich diesen dort einsetzen.

Beste Grüße,
Matthes

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