Frontgitteraufarbeitung z.B bei M10

Die aktiven und passiven HiFi-Lautsprecherboxen
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abig
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Frontgitteraufarbeitung z.B bei M10

#1 Beitrag von abig » 25.04.2013, 22:00

hallo forumianer,
ich berichte über meine aufbereitung des frontgitter der
lautsprecherboxen M10.
dies ist die ausgangsbasis der frontblenden:

grosse dellen in der front
seitenteile stark verzogen
halterungsaufnahme der pins zum lautsprecher verbogen und verdreht
kanten sehr verzogen
lack teilweise nicht mehr vorhanden und abgeschürft

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als erstes wurden die sechs haltepins des frontgitter demontiert und grobe verwerfungen und beulen in den frontgittern mit einem gummihammer gerichtet.
als empfehlung kann ich mitgeben, dass man eher langsam auf die fehlstelle eingewirken darf - die energie , die zur beule im gelochtem blech führte ,sollte genau diese sein, welche auch die delle wieder aus dem gitter heraustreibt !!
ein normaler 250 gr hammer ist also bitte bei diesen arbeiten nicht zu verwenden !

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sodan benötigt man verschiedene kanthölzer und grobe holzklötze ,welche in die kantungen der frontblenden passen. die hölzer sollten in einem schraubstock fest verankert sein.

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hochstellungen und verwerfungen im frontblech durch die blind- befestigungsnoppen sind mit einem übergrossen vierkant oder rundholz auszugleichen und zu begradigen .
bitte nie direkt auf das frontmaterial mit einem hammer einwirken, da das material
dabei schaden nimmt !


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nach lackierung mit ral- lack ( hier 9005 ) sind die frontblenden der M10 lautsprecher wieder ordentlich und ansehnlich .

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gruss aus der pfalz
oliver
Zuletzt geändert von abig am 27.04.2013, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
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#2 Beitrag von Paparierer » 25.04.2013, 22:51

Merci, Oliver

Kleine Ergänzung: Die "feinen" 45°-Kantungen gehen recht gut mit der schmalen Seite einer Buchenleiste heraus, wie ich an meinen LSV-Gittern feststellen konnte.
(Deren Dellen rührten von einem Unfall/Umfall beim Blumengießen her; seitdem stehen sie nicht mehr auf Boxenständern... :roll: )
Ansonsten habe ich aus der Zeit beim Vorarbeitgeber noch ein 20cm x 50cm großes, 5cm dickes Vollgummistück. Das ist zum einen sauschwer, braucht also weder auf der Werkbank noch auf dem Boden befestigt werden, zum anderen kann man darauf sehr gut Beulen aus vormals planen Flächen wieder "einebnen".

Gruß, Gereon
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#3 Beitrag von Rainer Hebermehl » 26.04.2013, 08:50

Hallo Oliver und Gereon,

diese Beiträge waren schon lange 'mal fällig ! ! !

Genau so geht's.

Noch eine Ergänzung : Kleine Dellen in den L und SM Typen lassen sich " auf dem Küchentisch liegend " ( die Gitter ) mit einer Tapetenandruckrolle ausbessern.

Grüße
Rainer
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#4 Beitrag von Uli » 26.04.2013, 10:04

Gratulation Olli, Dein erster 'wichtiger' Beitrag, weiter so!

Gruß... Uli

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#5 Beitrag von v/d/b » 26.04.2013, 10:26

Hallo zusammen,
noch eine kleine Ergänzung zu Rainers Beitrag:
Die Tapetenroller gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.
Entweder mit Kunststoffrolle (hatte ich zuerst) oder mit Gummirolle.
Letztere sind etwas teurer, eignen sich aber auch deutlich besser.

Viele Grüße
Thomas

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herbert
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#6 Beitrag von herbert » 26.04.2013, 11:24

hallo olli,

super-beitrag - vielen dank, auch an die verfasser der ergänzenden kommentare!

meine frage: gibt es einen tipp, wie man grossflächige verziehungen gerade bekommt?
grund: bei meinen m15 ist ein gitter längs wie quer leicht verzogen, so dass entweder die obigen oder unteren haltepins immer wieder leicht rausrutschen, wenn man die jeweils entgegengesetzten korrekt eindrückt. das ist zwar nicht direkt augenfällig, stört aber den 'perfektionisten'. :wink:

habe mich bisher nicht getraut, da richtig ranzugehen, weil ich nichts 'verschlimmbessern' möchte.

freue mich über jeden hilfreichen hinweis!

beste grüße
herbert
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#7 Beitrag von Paparierer » 26.04.2013, 20:41

Morje Häbbät! :wink:
Ich gebe gern zu, dass ich das Problem noch nicht hatte.
Spontan würde ich es mit einem Korkpaneel und einer langen Alu-Wasserwaage (verzieht nicht)auf der Front- (=Raum-)Seite und einer dünnen Buchenleiste + zweiten Alu-Wasserwaage auf der dem Boxen-Korpus zugewandten Seite probieren.
Vorher aber würde ich einen echten Magier befragen - das meine ich jetzt mit einer angemessenen Ehrfurcht - denn es handelt sich um den hiesigen "Dellen-Doktor". Der hat mir ohne Neulackierung und ohne Spachteln, nur mit Handarbeit, ein hässliches Knick-Ensemble (Origami-like - war ein misslungener Einparkversuch mit einem massiven Betonpoller im toten Winkel) aus der Autotür herausgearbeitet, dass man NICHTS mehr davon sieht.
Ich verwende auch gern Holz-Klemmzwingen statt Schraubzwingen, also sowas:
http://picture.yatego.com/images/4bbf00 ... 110-mm.jpg
Die Korkauflage verhindert Beschädigungen wie z.B. Kratzer.

Für dieses Problem an einer T2-Front (laut Verkäufer ein Transportschaden - dass ich nicht lache!):

Bild

brauchte ich dann aber doch eine Schraubzwinge; untergelegt zwischen Frontprofil und Holzlatte ist ein Hartkunststoffstück:

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Gruß, Gereon
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#8 Beitrag von herbert » 26.04.2013, 23:05

danke, gereon,

für den tipp! ähnliches - mit brett und tatsächlich wasserwaage - hab ich allerdings schon mal versucht, aber die den gittern eigene elastizität steht einer nachhaltigen revision der verzogenen fläche wohl entgegen. nach entfernen der 'zwangsjacke' nimmt das gitter wieder seine alte (de)form an.

da es sich nicht um einen mittels beulen- oder dellen-doktor therapie reversiblen knitter-schaden handelt, muss man wohl eher mit viel gefühl einen gegenzug aufbauen. soweit das 'was'. nur ist mir das 'wie' unklar.

:?

gruß
herbert
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#9 Beitrag von Paparierer » 26.04.2013, 23:31

herbert hat geschrieben:...da es sich nicht um einen mittels beulen- oder dellen-doktor therapie reversiblen knitter-schaden handelt, muss man wohl eher mit viel gefühl einen gegenzug aufbauen. soweit das 'was'. nur ist mir das 'wie' unklar.
:?
gruß
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Na, da unterschätzt Du aber vielleicht die Dellen-Dottores !

Kriegst eine pn

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#10 Beitrag von abig » 27.04.2013, 07:21

moin herbert und gereon,

ich bin auch immer verblüfft von den dellendoktores....
mit den verzogenen frontgittern ist der ansatz mit tisch und wasserwaage goldrichtig.
die bleche sind gekantet und da liegt sicher der hase im pfeffer , ich vermute, dass
die frontblenden an einer stelle spannung haben. möglicherweise durch eine verdrehung oder verkanntung. da muss man nicht immer gleich eine delle oder beschädigung sehen.
man muss den punkt finden, an dem das blech auf dem geraden tisch "kippelt"
an dieser stelle muss man sanft ( :idea: ) die bleche richten.....
das kann schon genügen mit etwas daumendruck die fehlspannung rauszunehmen.

das ist gefühlssache- kann man nicht leicht erklären wie z.b schraube anziehen.
wenn du probierst und nicht übertreibst wirst du sicher nichts verschlimmbessern.
meine frontblende der M10 war ja mal richtig verbeult und jetzt ist sie auch wieder
ansehnlich. übrigens habe ich die zweite frontblende schon vor über einem jahr
aufgearbeitet. die hat noch viel schlimmer ausgesehen. ergebniss: siehe mein bild produktgalerie M10.

gruss aus der pfalz
oliver
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Jetzt wird es sich zeigen...!

#11 Beitrag von Paparierer » 06.05.2013, 23:33

...nachdem ich Herbert was zu seinen M15 verzällt habe, habe ich nun (mein Einkauf vom Wochenende) selber die Gelegenheit, Butter bei die Fisch zu tun:

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Sollte ich scheitern, gibt's ja immer noch den Dellen-Doktor... :oops:

P.S. Die Höhe der Eindellungen passen ausnehmend gut zu "Rutsche-Autos" - die Eltern (und auch Älteren) unter uns wissen, was gemeint ist... :roll:

Ich werde berichten.
Gruß, Gereon
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#12 Beitrag von herbert » 06.05.2013, 23:53

bin gespannt! :wink:

herbert
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#13 Beitrag von abig » 07.05.2013, 06:23

moin gereon,
es gibt viel zu tun, du machst das schon :!:
die frontteile sind aber wirklich gut " bearbeitet ".

freue mich schon über deinen bericht

gruss aus der pfalz
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