KEF LS50 Meta an Atelier R4

Sämtliche Gerätetypen Braun atelier
Antworten
Nachricht
Autor
G.J.Body
Neuling
Neuling
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2026, 21:37

KEF LS50 Meta an Atelier R4

#1 Beitrag von G.J.Body » 19.04.2026, 20:32

Guten Abend,

kurze Frage, laut technischen Daten haben die KEF LS50 Meta 8 Ohm Impedanz.

Sollte bzw. Muss ich an dem R4 den Schiebeschalter von 4 auf 8 Ohm stellen und was bewirkt das letztendlich ?

Ist es ratsam ? Ich weiß das der R4 ein Toaster sein soll und ich gebe zu, nach jeder LP Seite fühle ich oben am Gerät, wie heiß er ist und ob noch eine Seite geht, mehr als 4 LP-Seiten höre ich aber eigentlich nicht mit dem Gerät, aus Vorsicht.
Er wurde vor 3 Jahren vom Vorbesitzer für über 300,- überarbeitet und funktioniert einwandfrei und das soll auch so bleiben, deshalb die Vorsicht.

Bei 3 Anlagen muss er ja nicht permanent laufen

Für Antworten bezgl. der 4 bzw. 8 Ohm bedanke ich mich jetzt schon im Voraus.

Einen guten Wochenstart morgen wünsche ich

andreas schnadt
Moderator
Moderator
Beiträge: 2264
Registriert: 16.09.2010, 14:50
Wohnort: Leverkusen

Re: KEF LS50 Meta an Atelier R4

#2 Beitrag von andreas schnadt » 19.04.2026, 21:02

Moin Neuling,
willkommen im Forum, die 8Ohm Stellung am R4 ist korrekt;
Vielleicht verrätst du uns auch deinen Namen, wir sind hier nicht anonym unterwegs und duzen uns sogar, auch eine kurze oder längere Vorstellung würde uns erfreuen!
Gruß Andreas
Viel Freude beim Hören !

G.J.Body
Neuling
Neuling
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2026, 21:37

Re: KEF LS50 Meta an Atelier R4

#3 Beitrag von G.J.Body » 19.04.2026, 21:45

Mein Name ist Guido, ich bin 61 Jahre alt und habe vor kurzem in unmittelbarer Nähe ein Set erwerben können, bestehend aus dem überholten R4, einem CD4 und einem C4 Kassettendeck, das allerdings ein Riemenproblem hatte.

Dieses konnte dank kompetenter Hilfe jedoch recht schnell gelöst werden, einmal alles neu an Riemen und das Deck läuft einwandfrei.

Dazu konnte ich einen einwandfrei funktionierenden P4 mit MC-2E in sehr sehr schönem Zustand erwerben.

Habe jetzt auf 8 Ohm umgestellt und 2 Seiten gehört. Kann es sein bzw. Ist das richtig so, das der R4 an einer anderen Stelle warm wird ?

Bei 4 Ohm war es etwas links aus der Mitte, jetzt ist es eher etwas aus der Mitte rechts

Grüße und danke :thumb:

Litton72
Experte
Experte
Beiträge: 344
Registriert: 30.07.2019, 17:07
Wohnort: 51491 Overath

Re: KEF LS50 Meta an Atelier R4

#4 Beitrag von Litton72 » 19.04.2026, 22:25

Hallo Guido,

Ich habe deine KEF LS50 mal gegoogelt:
Impedanz (Ohm): 8
- min. Impedanz (Ohm): 3.5
- min. empfohlene Verstärkerleistung (W): 40
- max. empfohlene Verstärkerleistung (W): 100
Von den Daten her passen sie sehr gut zum R4.

Ich habe heute spaßeshalber meine Texte durch eine KI laufen lassen und natürlich anschließend die Ergebnisse geprüft.
Das möchte ich dir nicht vorenthalten. Also:

Bei echten 8-Ohm-Lautsprechern hast du zwei Möglichkeiten, je nachdem, was dir wichtiger ist:

Einstellung 8 Ohm: Das ist die technisch „korrekte“ Wahl. Der R4 liefert hier die maximale Leistung und Dynamik, da er mit der höheren Betriebsspannung arbeitet.

Einstellung 4 Ohm: Das ist die „Sicherheitsvariante“. Der Verstärker bleibt kühler, was die Lebensdauer der Bauteile verlängert (der R4 ist bekannt dafür, im Betrieb sehr heiß zu werden). Der Leistungsverlust ist im normalen Alltag kaum hörbar.

Meine (die der KI) Empfehlung:
Wenn du gerne sehr laut hörst, wähle 8 Ohm. Wenn du den Klassiker schonen willst und meistens bei Zimmerlautstärke bleibst, ist 4 Ohm die stressfreiere Wahl für das Gerät.
====
Der R4 ‚Toaster‘ hat das Problem, zu wenig Kühlluft zu bekommen.
Auf der Platine der Endstufe befinden sich vier Transistoren, die bereits im Leerlauf etwa 70 °C warm werden. Grundsätzlich wäre das kein Problem; beim R4 sitzt jedoch die Prozessorbox (ein Metallkästchen) genau oberhalb der Transistoren und verhindert so die Wärmeabfuhr.
Stattdessen wird die Prozessorbox von unten auf 70 °C aufgeheizt.
Da die Box für die LED-Anzeige ein separates Netzteil beherbergt, dessen Abwärme ebenfalls über das Blechgehäuse abgeleitet werden muss, wird die Prozessorplatine im Inneren regelrecht getoastet.

Jetzt ich wieder ohne KI ;-)
Für dich bedeutet das, die Wärme (70°C) entsteht schon im Leerlauf, die Wiedergabe lauter Musik hat zunächst nur geringen Einfluss.
Ich persönlich kontrolliere die Gehäusetemperatur mit einem IR-Thermometer, wenn es mal längere Zeit etwas lauter wird.
Wichtig ist, dass der R4 gut "atmen" kann

Zu deiner Frage: ja, das beobachte ich häufiger, meist wird die linke Seite zuerst warm, bei Belastung erwärmt sich später auch die rechte Seite.
Fast alle "Heizelemente" befinden sich etwa Mitte- links im Gehäuse.....

Zum Schluss noch ein Link zum R4 Umbau, den @ mad max und ich vorantreiben:

viewtopic.php?p=81956#p81956


Viele Grüße
Hajo
R4/CC4 triple F (fit for future) https://tinyurl.com/2bay9e9k

G.J.Body
Neuling
Neuling
Beiträge: 4
Registriert: 08.03.2026, 21:37

Re: KEF LS50 Meta an Atelier R4

#5 Beitrag von G.J.Body » 20.04.2026, 03:55

Hallo Hajo und zunächst einmal danke für die ausführliche Erklärung.

Definiere „laut hören“ und Zimmerlautstärke

Die KEF benötigen eine gewisse Lautstärke um richtig gut zu klingen.

Bei mir spielt Musik meist um die Lautstärkeregelung 60 herum, als von Mitte 50 bis maximal knapp über 60.

Wenn man nie länger als 1,5 - 2 Stunden am Stück hört, ist dann trotzdem ein Defekt der von Dir genannten Teile unausweichlich, oder kann das Gerät trotz der Hitzeproblematik bei moderater Nutzung alt werden ?

Grüße und danke vorab

Guido

Litton72
Experte
Experte
Beiträge: 344
Registriert: 30.07.2019, 17:07
Wohnort: 51491 Overath

Re: KEF LS50 Meta an Atelier R4

#6 Beitrag von Litton72 » 20.04.2026, 13:42

Hallo Guido,

mal ganz vorweg, von einer "Hitzeproblematik" kann man nicht wirklich reden.
Genieße deine Musik und lass' dich nicht irre machen.

Alle Verstärker aus dieser Epoche werden warm, daher sind entsprechende Schutzmechanismen vorgesehen.
Beim R4 schaltet ein Thermoschalter den Strom ab, wenn die Kühlrippen 90°C bzw. 145°C erreichen. Die Bauteile sind allesamt so dimensioniert, dass sie das klaglos aushalten.

Dass nach 40 Jahren mal Bauteile versagen, ist normal, nach einer Revision aber unwahrscheinlich.

Bis auf die Prozessorbox ist der R4 quasi unverwüstlich, du brauchst dir wegen der Lautstärke absolut keine Sorgen machen, es wird nichts kaputt gehen.

Habe gerade, während ich dies schreibe, einen in 2020 revidierten R4 angeschlossen, ein paar Schallplatten aufgelegt und mit ca. VOL70 gehört. Dabei ist die Temperatur über den Lüftungsschlitzen auf knapp 50°C gestiegen.
Seit 2020 wurde der R4 insgesamt nicht wärmer als etwa 55°C an der Gehäuseoberfläche.

Bild

Wenn tatsächlich etwas schiefgeht, gibt es bestimmt hier im Forum Hilfe.
Mal so interessehalber: wo bist du so ungefähr verortet?

Viele Grüße
Hajo
R4/CC4 triple F (fit for future) https://tinyurl.com/2bay9e9k

Antworten