Erfahrenswerte beim R4 Ruhestromumbau in Verbindung mit Step Down Regler in Prozessorbox

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Friedel
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Erfahrenswerte beim R4 Ruhestromumbau in Verbindung mit Step Down Regler in Prozessorbox

#1 Beitrag von Friedel » 18.06.2014, 18:25

Moin zusammen,

ich habe mittlerweile von den 5 Step Down Reglern 3 extern verbaut und einen verschenkt.
In Verbindung mit dem Ruhestromumbau wird der R4 nur noch handwarm.
Wie Uli in seiner Revision nutze ich da Spindeltrimmer, die mit 25 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag ein sehr genaues Justieren des Ruhestromes ermöglichen.
Etwas Strom (und damit Wärme) muß fließen, sonst klingt der Verstärker nicht mehr.
Aber ich bin absolut begeistert. Ich mache es so, dass ich die beiden Leistungshalbleiter in der Prozessorbox lasse, die Anschlußstrippen ebenfalls und die mit Schrumpfschlauch isoliert hinten innerhalb der Box verlege.
Damit wäre ein Rückbau (den ich zwar nicht sehe, aber vielleicht doch erwünscht ist) jederzeit möglich.
Ich habe alle drei Umbauten mit dem Einbau eines TSOP 4833 (Fernbedienempfänger) verbunden, denn jeder, der den Stepdownregler einbauen ließ beklagte nachdem ich nachfragte, Fehlfunktionen (bei tiefstehender Sonne, Leuchtstoffröhre, Energiesparlampe).
Ich bringe mal zur Börse eine umgebaute Prozessorbox mit meinem letzten Step Down Regler mit. Bei Interesse kann man sich da informieren, wie der Umbau aussieht.

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#2 Beitrag von Gulugulu » 18.06.2014, 20:01

Moin Friedel!

Gratulation!!! Endlich eine praktikable Lösung für dieses nervige Thema. Werde es auf jeden Fall in meine CC4 integrieren, Regler sind schon hier...
Bin schon gespannt wie du das vom Einbau her gelöst hast.

Bis zur Börse!
Andreas

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#3 Beitrag von Friedel » 18.06.2014, 21:11

Ich hatte zuerst versehendlich an einer verbastelten Prozessorbox gemessen. Wir wissen ja, Gehäuse der Box ist nicht = Masse. Aber bei der verbastelten war Kathode D728 = Gehäusemasse. Also habe ich den Regler mit einem Stück Entlötlitze an das Gehäuse gelötet. Eine sehr saubere Lösung, nur....falsch.
Da ich ja für R4/1 und R4/2 (mit der Zusatzplatine) eine einheitliche Lösung finden wollte, habe ich die Kathode der D728 als Fußpunkt genommen, den Masse Anschluß daran gelötet, den einen Ausgang des Reglers an den ehemaligen Ausgang 3 des IC 706 und an den zweiten Ausgang die Anode einer Diode und die Kathode an den Pin 6 auf dem Board des ehemaligen T717. Bevor ich die Leitungen an den Ausgang des Reglers gelötet habe, stellte ich die Ausgangsspannung auf 6,2V ein (das bleibt auch mit Last dann stabil.) Probeweise mit einem Stück Kunststoff isoliert, eingeschaltet, Spannungen noch einmal überprüft, über Nacht rennen lassen. Dann am nächsten morgen den Regler gefühlt. Der hat sich nicht erwärmt. Daraufhin habe ich den in ein Stück Schrumpfschlauch geschoben und mit meinem Heißluftlötkolben geschrumoft.
Ein passendes Stück Schaumstoff zurecht geschnitten und dann den Deckel der Prozessorbox verschraubt. Der isolierte Regler liegt durch das Stück Schaumstoff Press auf der Elektronik rechts neben dem Einlass für die Fernbediungs/Tastenverkabelung der Front.

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#4 Beitrag von Friedel » 18.06.2014, 21:37

Ich muß zugeben, jetzt bin ich ein wenig verwirrt. Ich habe mich mit dieser Massethematik nie näher befasst. Für eine normale Reparatur war das nicht von Belang.
Nun habe ich aber mal alle meine Prozessorboxen (mehr als 10 Stück, gemischt /1er und /2er, auf R4 gelötet und auf CC4)ALLE sind Kathode 728 = Gehäusemasse der Prozessorbox. Diese wiederum ist gegen die Masse vom Rest des Gerätes isolierert, an einem Schraubenloch mit einem Keramik C entkoppelt.

Kannst Du (Gulugulu) mal bitte gegenmessen?

Wenn dem so ist, dann kann der Regler in der Tat mit den Masseanschlüssen an das Gehäuse der Prozessorbox gelötet werden. (rechts neben dem Einlass der Front Kabel. Damit wäre ein einheitlicher Ort für 1er und 2er Boxen gefunden.

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#5 Beitrag von Gulugulu » 18.06.2014, 21:50

Moin Friedel,

muss ich nicht messen. :wink:

Der Massepunkt des Goldcaps liegt am Gehäuse der Box. Das aber wiederum sollte keine Verbindung zum Gehäuse des R4 haben (Erklärung für die lustige Pappisolierung links im Bereich des Standbyrelais). Die Verschraubungspunkte sind über Kondensatoren (C566,...) entkoppelt.

Kannst du also so machen...

Gruß
Andreas

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#6 Beitrag von Friedel » 18.06.2014, 21:54

Ja, hatte ich so nicht auf dem Schirm. Danke, dann ist ja Prozessor Box Gehäuse doch Masse der Schaltung in der Box. Dann löte ich den Regler mal an die Innenseite der Box an deren Gehäuse.

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#7 Beitrag von kokomiko » 18.06.2014, 22:29

Da staunt der Laie (und der Fachmann wundert sich.......)

oder

Wenn zwei "Cracks" sich austauschen.


LG

Helmut
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#8 Beitrag von Friedel » 18.06.2014, 23:00

Danke für das Lob, ich möchte mich aber mal sehen,wenn Du mit dem Architekten Latein anfängst. 8)

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#9 Beitrag von Mütze » 19.06.2014, 15:50

Hallo. Das betrifft mich zwar nicht, ist aber interessant. Allerdings wundere ich mich darüber, dass Ihr einfach so den Ruhestrom runter dreht. Denn das:
Etwas Strom (und damit Wärme) muß fließen, sonst klingt der Verstärker nicht mehr.
ist doch ganz normal. Die Endstufen aus der Zeit gingen klanglich fast alle in die Knie wenn sie im Klass B betrieben wurden. Der Ruhestrom legt/e fest, bis zu welcher Leistung die Endstufen im Klass A Betrien laufen/liefen. Meine Erfahren gehen dahin, dass ein höherer Ruhestrom das Ganze besser klingen lässt. Bei großen Lautstärken minimiert sich der Effekt, deswegen werden die Endtufen fast alle Klass A/B genannt. Spielen also bei "normalen Lautstärken in Klass A und gehen dann in Klass B über. Weil das klanglich wirklich deutlich hörbar war, wurden ja fette "rein Klass A"-Endstufen gebaut. Die hatten gewaltige Ruheströme und konnten häufig nebenbei ein Zimmer heizen. Aber der Klang war abenteuerlich gut.
Klass A/B war schon immer ein stromsparender Kompromiss. Jetzt geht Ihr hin und reduziert die Ruheströme, entgegen den Entwicklungsvorgaben der Endstufen, auf ein Minimum. Mit guten Lautsprechern sollte das hörbar werden (negativ). Zu geizig darf man nicht sein wenn man guten Klang will.
Dabei spielen natürlich auch noch andere Faktoren eine Rolle, auch die werden natürlich in eine falsche Ruhestromeinstellung mit einbezogen. Ich habs nur sehr vereinfacht erklärt. Heutige moderne Endstufen arbeiten mit besseren (schnelleren) Halbleitern, die Schaltungen sind zwar ähnlich, produzieren aber auch mit niedrigen Ruheströmen weniger oder keine Verzerrungen (sollte jefalls so sein), aber auch heute schlägt eine im Klass A Modus arbeitende Endstufe klanglich fast alles. Bringt Klang aus den Lautsprechern und Wärme am Gerät, kostet Strom. Gut klingendes HiFi kostet immer Geld. Meine persönliche Meinung: Ihr macht mit dem extrem niedrigen Ruhestrom klanglich "Schneider-Plastik-Kompakt"-Anlagen aus Euren Geräten. Es kann natürlich sein, dass die Unterschiede bei gehobenem Alter nicht mehr so gut hörbar sind. Ich höre es trotzdem noch gut. Der Sound wird härter, spitzer, anders kann ichs nicht erklären.

Ich hab einen Link dazu gefunden. Link. Es gibt sicher noch mehr dazu im Netz zu lesen. Ich wundere mich nur, dass hier noch keiner der sich auskennt (Fachmann) was zu der Ruhestromrunterdreherei was gesagt hat. Prozessorbox ist das eine, Ruhestrom ist Sound.

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#10 Beitrag von Friedel » 19.06.2014, 16:39

Gut, ein wenig darauf eingegangen:

Natürlich ist mir klar, dass meine Aussage zum "Strom fließen" erwas dilletantisch klingt, soll aber von der Allgemeinheit verstanden werden.

Der Ruhestromumbau ist ein Kompromiss. Ausserdem bleibt der Ruhestrom im empfohlene Bereich. Der Arbeitspunkt verlagert sich allerdings. Lies mal in diesem Zusammenhang die R4 Revision von Uli. Was bringt ein gut klingender Verstärker, wenn er dauernd kaputt geht. Ausserdem darfst Du Braun nicht mit High End verwechseln. Das Innenleben der Atelier Serie ist von der Technik oft auf mäßigem Fernost Niveau. Diese Aussage tut mir selber weh, ist aber oft so. Die AP701 sind da doch ein anderes Kaliber, ich bin aber eben ein Atelier Design Verfechter.
Ruhestromumbau und Stepdown Regler Einbau sind auch zwei Paar Schuhe, die aber im Zusammenhang gesehen eine erträgliche Temperatur des R4 erzeugen.
Der R4 ist so dermaßen vollgestopft, dass er durch das "Braten" einen langsamen Hitzetod stirbt (Elkos, Treibertransistoren) Der R4 war damals konzipiert worden, weil der User so ein Gerät verlangte. Das Gehäuse ist aber viel zu klein, als dass die Endstufen genug Platz zum Atmen haben. Das ist ja das Problem. Ich bin bei Dir, dass Higendige Amps oft als Zimmer Heizung dienen. Dann müßen sie aber auch so groß sein, dass sie es ohne Schaden vertragen.
Die Prozessorbox trägt maßgeblich zum Hitzestau bei. Sie ist mit einem 7805 ausgestattet und mit einem Längstransistor, die das Alu Kühlblech der Box kochen lassen. Beim CC4 ist unter der Box die Relaisplatine für Umschaltung out1/out2. Die wurden mit der Zeit auch durch die Hitze zerkocht.
Wir versuchen schon seit Jahren die Temparatur in den Griff zu bekommen. Das ist bisher immer an Platzmangel gescheitert. Der Step Down Regler schwingt ausserdem im Bereich 1-1,5MHz und ich wollte deshalb diesen Regler unbedingt in die Box setzen.
Was das Schneider Plastik Compakt angeht, so übertreibst Du.

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#11 Beitrag von Mütze » 19.06.2014, 17:36

Klar übertreibe ich, bei Gleichnissen ist das normal. :D Allerdings ist das garnicht soweit hergenommen. Mit "Ruhestrom runter" macht man aus einem großen Verstärker einen kleinen. Besser wäre es die Leistung zu reduzieren (Spannung runter), Watt ist ja nicht alles, dann klappt das auch mit dem entsprechendem Ruhestrom.
Ich wollte nur drauf aufmerksam machen, dass die entwickler sich beim Ruhestrom was gedacht haben. Auch bei rein Klass A Endstufen macht die Wärme im Laufe der Jahre die Geräte nicht besser. Das gehört nun mal dazu.
Zu Reglern und Prozessoren will ich nichts sagen, wenn die Ausgangsspannungen der Regler weiterhin stimmen (und nicht anfangen zu schwingen), kann man ja praktisch machen was man will. Prozessoren tut kühl immer gut. HighEnd hat übrigens, meiner Meinung nach, auch was mit Design zu tun uns sooo schlecht klingen die Braun-Geräte, sofern in Ordnung, ja nun auch wieder nicht. Meiner Meinung nach sollte es reichen sie so aufzufrischen (alles gegen neu tauschen was gefährdet ist), dass sie wieder 20 Jahre lang spielen, das haben die Dinger ja auch mit Wärme ganz gut geschafft. Ansonsten sollte man mal über Lüfter nach denken. Die gibts in klein und lassen sich mit der Wärme regeln. Ist heute bei flachen Geräten üblich. Geht das nicht, gibts immer noch die Möglichkeit dünne Tangentiallüfter dahinter aufzustellen. Die hört man nicht und es genügt den Luftstrom durch die Ritzen überm Verstärker zu lenken (falls gestapelt), die Aludeckel transportieren mehr Wärme aus den Geräten als man denkt. Aber nicht zu Herzen nehmen, das alles sollte keine Kritik sein, sondern nur darauf hinweisen dass das mit dem Ruhestrom auch Nebenwirkungen hat.

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#12 Beitrag von Friedel » 19.06.2014, 17:58

Nochmal, der Ruhestrom bleibt bei 10mV. Lüfter bin ich gar kein Freund von. Je kleiner, desto mehr Umdrehungn müssen die machen, um effektiv zu sein. Ich habe die Atelier Geräte gar nicht schlecht reden wollen. Es ist aber innen nicht das, was aussen verspricht. (Gerade, was den R4 angeht) Und ja auch da bin ich bei Dir, dass High End auch was mit Aussehen zu tun hat. Das ist mit ein Grund, warum ich mich seit 30 Jahren mit Atelier befasse.

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#13 Beitrag von Uli » 19.06.2014, 18:15

Moin Mütze!

Man merkt das Du noch keinen R4/CC4 aufgehabt hast, für zusätzliche Lüfter ist kein Platz mehr in der Kiste, schaue Dir mal meine Revision an und mache Dir selbst ein Bild!
http://braun-hifi-forum.de/viewtopic.php?t=600

Der Austausch der Spannungsregler ist absolut sinnvoll, einfach nur den alten Regler oder alle Elkos zu tauschen ist auch vom wirklich schlechten Platinenmaterial nur max. 1-2x möglich da alle Serien-R4s über die Jahre durchgebraten sind.

Der Ruhestromumbau ist seit Jahren erprobt und lässt alle Komponenten länger leben ohne die Leistung zu schwächen. Problematisch waren wiegesagt nur die Regler die den Spannungsabbau durch Abwärme reduzieren und über Jahre dann die üble Schäden hinterließen.
Neue Platinen zu machen wäre der Wahnsinn, alleine den nichtmehr zu bekommenden Prozessor heile auszulöten (1,27mm Raster!) ein Horror, hier empfehle ich Dir nochmals die Revision durchzulesen, da hab ich das mal gemacht und beschrieben!

Ich bitte die Admins diesen Beitrag unter die R4 Revision zu verschieben damit er erhalten bleibt, vielleicht warten wir noch auf ein paar Einbaubilder vom Friedel!

Gruß... Uli

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#14 Beitrag von Mütze » 19.06.2014, 18:44

Ich glaube Du verstehst mich falsch. Ich hab garnichts gegen Deine sonstigen Massnahmen, die sind toll, nur die Ruhestromreduzierung ist mir Suspekt. Klar hält das, aber zu Lasten des Klanges und das käme bei mir keinesfalls in Frage. Neue Platine ist natürlich Wahnsinn aber das was bekanntermassen defekt geht sollte getauscht werden, sowieso, dann dürfte es ja wieder viele Jahre funktionieren, mit gutem Klang. Der Ruhestrom geht ja sowieso runter wenns an den Endtransistoren zu heiß wird. Ich sehe genug Platz in dem Gerät für einen dünnen, relativ großen langsam laufenden Lüfter. Auf Isofüßchen mitten auf die Hauptplatine gesetzt, könnte der wunderbar im Gerät die Luft bewegen, das genügt wenn das Gerät einen Aludeckel hat. Wäre mir sogar lieber als ein Lüfter der Frischluft rein bläst oder zieht, und damit auch Dreck und fettige Wrasen. Stell mal probehalber einen rein, Du wirst Dich wundern was das bezüglich Temperatur ausmacht.
Wie gut oder schlecht Du die Geräte auch einschätzt, sie haben trotz hoher Temperatur viele Jahre gehalten, für den Zeitraum waren die nicht mal konzipiert. Was auch immer geändert wird, der Sound muß bleiben. Ich erinnere nochmal an den Link den ich ein paar Antworten früher gesetzt habe. Mit stark reduziertem Ruhestrom klingt das nur noch für Leute mit stark reduziertem Gehör. :oops:

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#15 Beitrag von Friedel » 19.06.2014, 19:19

Ich habe nun wirklich mehrmals darauf hingewiesen, dass der Ruhestrom nicht verkleinert wird. Er bleibt bei 10mV. Wir reden die ganze Zeit von einem Umbau und nicht von Verkleinerung. Ich habe jetzt auch keinen Bock mehr, mich zigmal zu wiederholen. Ich mag es nicht, wenn Leute von Geräten theoretisieren, von denen sie keine Ahnung haben. Sorry Mütze, mein letztes Posting hier im Thread auf Deine Ausführungen.
Was Lüfterbetrieb angeht, so stelle ich mir keine Geräte ins Wohnzimmer, die einen betreiben. Habe auch bei meinem aktuellen HD Receiver Umbau auf den eingebauten Lüfter verzichtet. Meine Aversion bezüglich Geräusche geht so weit, dass ich im Sat Receiver auf die 2,5" HDD verzichte und eine SSD einbaue.
Ich stelle mir doch keine Geräte mit traumhaften Werten ins Zimmer, um die dann durch Lüftergeräusche kaputt zu machen.

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#16 Beitrag von digiview » 19.06.2014, 20:47

Hi,

reden wir eigentlich von den StepDown Regler alle von den gleichen ?

5 Stück auf einmal aus der Bucht , für kleines Geld und von Chinamännern
zusammengelötet ?
Ich habe davon auch just 2 Längsregler im CC4 ersetzt.

Dirk

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#17 Beitrag von Mütze » 19.06.2014, 22:36

Meine Aversion bezüglich Geräusche geht so weit, dass ich im Sat Receiver auf die 2,5" HDD verzichte und eine SSD einbaue.
Ist alles Ansichtssache. Wenn Du einen der großen, strömungsoptimierten Lüfter (z. B. die mit Pickeln auf dem Propeller) langsam drehend im verschlossene Braun Receiver hören kannst ohne das Ohr direkt aufs Gerät zu legen, dann hörst Du mit einem Stetoskop im Ohr. Sonst ist das nicht möglich. Es genügt wenn die Luft im Gerät ganz leicht bewegt wird um zu kühlen. Die Technik hat sich auch bei den Lüftern bewegt.
Er bleibt bei 10mV.
Na ja, 10 mV ist ja kein Ruhestrom, das ist ne Spannung die zum Einstellen her genommen wird. Wenn das aber der Werkswert ist, einverstanden. Dann brauchen wir nicht diskutieren. Ich hatte das weiter oben anders verstanden.

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#18 Beitrag von Friedel » 20.06.2014, 00:16

da rede ich auch seit Jahren schon drüber, dass man das nicht Ruhestrom nennt, hat sich aber so eingebürgert. Das ist eher der Spannungsabfall über die Emitterwiderstände, der gemessen wird. Vom Grundsatz einfachstes Ohmsches Gesetz. Und ja das ist Ansichtssache mit dem Lüfter. Ich weiß nur, wenn ich ein Geräusch eimal gehört habe, dann stolpere ich immer wieder drüber. Das mag sich korinthenkackerisch anhören, mir aber egal.

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#19 Beitrag von Mütze » 20.06.2014, 00:33

Kann ich verstehen, es gibt allerdings Lüfter die kann man nicht hören (nicht billig). Unter Anderem weil sie sehr langsam drehen. Heulbojen kann ich auch nicht leiden. Es stellt sich die Frage was besser ist, kühles Gerät mit unhörbarem Lüfter oder kühles Gerät welches einem im Laufe der Zeit klanglich auf die Nerven geht. (diese Ruhestromgeschichten hört man nicht auf Anhieb). Muss sicher jeder selbst entscheiden. Für mich steht Klang immer an erster Stelle. Ich halt mich jetzt hier raus, so war mein Einwurf nicht geplant. Tschüß.

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#20 Beitrag von Friedel » 20.06.2014, 14:33

Lass uns diese Diskussion beenden.

Ich bin weiterhin gegen Lüfter jeglicher Art, sollen sie noch so langsam drehen. Die meisten Lüfter, die ich kenne, werden mit den Jahren lauter.
Und nochmal den Einwand von Uli aufrufend:
Im R4 ist schlichtweg kein Platz für solchen Kram.

Ich jedenfalls habe mit dem R4 Ruhestromumbau die besten Erfahrungen gemacht. Nun in Verbindung mit dem Step Down Regler, der ja eine ganz andere Baustelle ist, aber ebenfalls massiv die Wärmeentwicklung mindert, finde ich es perfekt.

Da es ja noch andere User gibt, die Erfahrungen mit R4 und speziell auch Step Down Einbau gemacht haben (z.B. BraunerHase), bitte ich mal Eure Meinung dazu hier zu äußern.

Bild

Ich habe mal ein Bild gemacht vom Einbau (wer es nicht direkt erkennt, direkt rechts neben dem blauen Kondensator) Dieser Einbau geht an dieser Stelle sowohl beim R4/1, CC4/1, als auch wie auf dem Bild R4/2,CC4/2.
Die Platine ist mit einem Stück Entlötlitze (2mm breit) über die Länge der Platine verlötet und dann innen an die Wand der Box gelötet. Hält sehr sicher, ist aber dann von mir noch mit einem kleinen Stück nicht leitendem Schaumstoff unterlegt.

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#21 Beitrag von brauni » 20.06.2014, 15:34

Hallo Friedel!

Finde Deine Lösung mit dem Stepdownregeler sehr spannend... Würde ich eigentlich auch gerne einsetzen. Wenn mann die (schädliche) Wärmeentwicklung so reduzieren kann, ist das doch wunderbar. Macht auch mehr Sinn die Hitze zu vermeiden, statt sie nachher (mit/ohne Lüfter) abzuführen...


Schönes Weekend allerseits!
Doni


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#22 Beitrag von Wilhelm » 20.06.2014, 16:24

Hi Friedel,
ich habe mehrere R4 (1 x CC4) mit den Step-Down Regler und dem Ruhestromumbau versehen und bin empfangsmaessig und klanglich auf keinerlei Nachteile gestossen. Durch den Wegfall des Kuehlkoerpers an der Prozessorplatine hat auch der Endverstaerker des R4 etwas mehr Luft fuer die Waermeabfuhr. Ich habe die Regler mit doppelseitigem Klebeband fuer Servos (Modellbau) an der freien Stelle in der Mitte der Prozessorplatine befestigt. Dieses Klebeband haftet extrem gut.

Mit diesen Umbauten sollten die Geraete ein ganzes Stueck robuster sein. Besten Dank an Dich und Braunerhase fuer die Empfehlung des entsprechenden Step-Down Reglers.


Gruss
Wilhelm

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#23 Beitrag von pierre.wi » 20.06.2014, 17:07

Hallo Friedel,

sehr gute Arbeit, diese Wandler habe ich vor einem Jahr bei einem CC-4 zur Probe eingebaut. Läuft bis heute bei einem unserer Kunden absolut zufriedenstellend. Das hat also Zukunft.

Der „blaue Kondensator“, neben dem Du das Modul gesetzt hast, ist ein Schwinger.

Wir sehen uns in Darmstadt, ich freue mich schon drauf.

Beste Grüße

Pierre aus Worpswede
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#24 Beitrag von Friedel » 20.06.2014, 18:15

Moin Wilhelm,

das mit der freien Stelle funktioniert aber nur bei der 1er Version. Beim 2er geht es wegen der Zusatzplatine nicht. Mir ging es um eine universelle Stelle.

Danke an alle Rückmeldungen.

@Pierre
das ist doch schon mal ne Langzeitdiagnose. In der Tat habe ich das als Kondensator gesehen. Meine Augen lassen nach. 8)

Bis zur Börse.

Was die Wärmeentwicklung angeht, so hat Mütze ja recht. Eine Endstufe erzeugt Wärme, das ist normal. Ich hatte selbst mal so Heizkraftwerke. Habe die leider ebenso "entsorgt", wie all meine Schallplatten und mein Nakamichi Tape. Würde mir heute nicht mehr passieren.

pierre.wi
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Hier unseren Step/Down Regler Umbau für den R4-1 und dem CC4-1

#25 Beitrag von pierre.wi » 24.06.2014, 18:06

Hallo Braun Freunde,

Hier unseren Step/Down Regler Umbau für den R4-1 und dem CC4-1

Aus meiner Sicht mach es Sinn diesen Regler gleich für beide Betriebsspannungen zu konzipieren.

1, CPU Spannungserzeugung 6,2V / um damit den 5V Spannungsregler IC-706 zu ersetzen.
2, Display Treiber Spannung von 5V / um den Transistor T-717 zu ersetzen.

Bild

Das Foto zeigt den neuen Regler, eingebaut links neben der CPU in einem R4-1. Das Gerät läuft nun seit einer Woche zur Probe. Mehr Infos könnt Ihr auf dem Braun Forum von mir erfahren. Bin über jede Anregung und ggf. Verbesserung immer offen.

Bis bald

Pierre aus Worpswede
Als Hifi-Techniker, der seinen Beruf liebt, tätig.

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#26 Beitrag von Friedel » 24.06.2014, 19:10

Moin Pierre,

der kleine Step Down Regler, den ich wie oben an die Seitenwand plaziert habe ist

a. universell für R4/1,CC4/1 und auch R4/2,CC4/2 einsetzbar.
b. werden bei der Version auch beide Leistungshalbleiter (IC706 und T717) ersetzt.

Man kann quasi beide Halbleiter incl. des an der Rückseite der Prozessorbox angebrachte Kühlkörper ersatzlos entfernen. Theoretisch bringt das nochmal mehr Kühlung (durch mehr Umluft) der Endstufen. Ich halte das für vernachlässigbar, da ich diesen Step Down Regler IMMER in Verbindung mit dem Ruhestromumbau (47Ohm auf 82Ohm und Tausch der Potis gegen 100Ohm Spindeltrimmer) um/einbaue.

Man sieht auf meinem Bild weiter oben ja, dass beide Halbleiter elektrisch vom Board der Prozessorbox entfernt wurden. Ich habe die Strippen vom Board abgelötet, mit Schrumpfschlauch isoliert und dann an der hinteren Wand der Box innen lang gelegt, damit die später, wenn alle Steckverbindungen gesetzt werden nicht im Weg sind.

dbox1

#27 Beitrag von dbox1 » 27.06.2014, 18:18

Hallo Friedel, beim R4/2 kann doch eigentlich die Zusatzplatine für die 5V / Display raus. Oder schafft der Trafo auf der Wicklung oder die D722-D725 das nicht?
Dann wäre auch dort Platz für den DC-DC Wandler.
Denn die 4 Dioden auf der kleinen Zusatzplatine heizen auch ordentlich!
LG Hartmut

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#28 Beitrag von Friedel » 27.06.2014, 19:07

ich erspare mir alle weiteren Kommentare in diese Richtung.

dbox1

#29 Beitrag von dbox1 » 27.06.2014, 19:08

weil du keine Antwort kennst, und dich da verrannt hast, musst du doch nicht schmollen. :lol:

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#30 Beitrag von Friedel » 27.06.2014, 19:13

jetzt hör mir mal ganz genau zu und das gilt auch für die Zukunft. Ich schmolle ganz und gar nicht. Ich habe nur keinen Bock, alles doppelt und dreifach zu erklären. Mach das, was Du für richtig hältst. Du bist ja nach zwei Tagen der R4 Fachmann hier. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie wenig ich schmolle aber einen dicken Hals habe. Stell Dich darauf ein, dass ich auf keine Deiner Postings mehr eingehe.

Eins noch zu der Theorie des Weglassens der zweiten Wicklung.
Ich kenne aus dem Stegreif nicht, welche Leistung der Standby Trafo an jeder Wicklung zur Verfügung stellt. Es ist aber so, dass durch dem Stepdown Regler, keinesfalls dem Trafo weniger Leistung abverlangt wird. Ich jedenfalls werde die Schaltung des R4 so wenig verändern, wie nötig. Kann jeder so halten, wie er will.

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