Braun Atelier Überholung, M12 Lautsprecher

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BirgerStotz
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Braun Atelier Überholung, M12 Lautsprecher

#1 Beitrag von BirgerStotz » 26.01.2026, 08:48

Hallo zusammen :D,

ich habe von meinem Vater eine Braun Atelier Anlage geerbt, die mir sehr am Herzen liegt und die ich nun Schritt für Schritt wieder in einen möglichst originalen und guten Zustand bringen möchte.

Das Set besteht aus folgenden Komponenten:
• 1x Vorverstärker CC4
• 2x Endstufe PA4
• 1x CD Player CD5
• 1x Plattenspieler P3
• 2x Lautsprecher M12

Alle Komponenten außer den Lautsprechern gebe ich zur Überholung zu Kult Hifi. Lautsprecher werden dort allerdings nicht überarbeitet. Mir wurde gesagt, dass man bei den M12 nichts zwingend unternehmen muss, solange die Sicken optisch in Ordnung sind. Für mein Empfinden sehen sie gut aus und fühlen sich auch noch weich an. Ich habe sie vorsichtig mit etwas Glycerin behandelt. Trotzdem fällt es mir schwer zu glauben, dass die Lautsprecher nach über 30 Jahren noch annähernd so klingen wie im Neuzustand. Einen eigenen Hörtest konnte ich bisher noch nicht machen und ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht mehr genau, wie sie ursprünglich geklungen haben. Wie seht ihr das Thema Sicken und Klangalterung bei den M12?

Ein weiteres Thema ist eine der Boxen. An einer Seite ist das Gehäuse minimal aufgequollen. Optisch würde es kaum auffallen, wenn die nun sichtbare Holzkante einfach schwarz wäre. Hat jemand Erfahrung damit, wie man so etwas am besten ausbessert? Holz Wachs, Lackstift oder etwas anderes?

Ähnliche kleine Makel gibt es auch bei den anderen Komponenten. Zwei kleine Kratzer, nichts Dramatisches, aber ich würde sie gern beheben. Meine Idee war, mit Revell Matt Black RAL9011 sehr vorsichtig nachzuarbeiten. Spricht da etwas dagegen oder gibt es eine bessere Lösung?

Ein weiteres Projekt, das ich für die Zukunft plane, betrifft die Blenden der M12 Lautsprecher. An einer Stelle hat sich Rost gebildet. Den würde ich abschleifen und die Blenden anschließend neu lackieren lassen. Das auf der Rückseite verklebte Fließ würde ich ebenfalls erneuern. Weiß jemand, wo man dieses Material bekommt und womit man es am besten wieder anklebt?

Da ich noch recht neu in der Materie bin, freue ich mich über jeden Tipp und jede Erfahrung, die ihr teilen möchtet.

Vielen Dank und viele Grüße;
Birger

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Re: Braun Atelier Überholung, M12 Lautsprecher

#2 Beitrag von Rudikar » 01.02.2026, 10:15

Guten Morgen, Birger -

für viele Deiner Fragen findest Du hier - zugegeben mit etwas Suche - eigentlich auch sehr detaillierte Antworten.
Die Restaurierung der Komponenten in Auftrag zu geben, ist bestimmt eine Möglichkeit - wenn man es sich selbst nicht zutraut. Ich kann Dir aber raten, einmal nachzufragen, was denn KultHifi eigentlich genau "restaurieren" würde. Zu jedem der Bausteine gibt es da hier weitgehende Berichte. Einen CD5 muss man eigentlich, außer vorsichtig die Mechanik pflegen, samt ggf. eines neuen Riemen für die Schublade, gar nichts machen. Bei einem P3 "muss" eigentlich nur der "Knallfrosch" unbedingt erneuert werden - auch da nicht mehr. Eine PA4 hingegen ist ein ganz ganz anderes Kaliber, das ist abhängig von Deiner PA4-Version, und dann viewiel Arbeit da der "Restaurator" hinein steckt in Absprache mit Dir.

Wenn nichts ausgemacht ist, ist es eine Wundertüte, für die Du u.U. viel bezahlst und wo u.U. (wiederumm) nicht das dauerhaft Notwendige gemacht wird. Alles Eventualitäten, ich kenne wie gesagt die Qualitäten der Arbeiten von "KultHifi" nicht.
Aber mit nur mal schnell ein paar Elkos tauschen - wobei nicht einmal das bei einer PA4 schnell geht - und bei einem CC4 schon gar nicht - ist nicht viel getan.

Kurzes Fazit: CC4 und PA4 benötigen in der Regel richtig Aufwand für ein weiter langes Leben. Und das würde Dir ein seriöser Händler auch so kommunizieren - mit dann entsprechend unterschiedlicher Preisbildung.

Grüße - Rüdiger

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Re: Braun Atelier Überholung, M12 Lautsprecher

#3 Beitrag von Rudikar » 01.02.2026, 10:19

Ach so - und bei den M12 müsstest Du zum Beispiel auch einmal prüfen ob bei Hoch- und Mitteltöner das Ferrofluid eingedickt ist - oder nicht. Allein darauf hätte Dich KultHifi mal hinweisen können. Die TT sind in der Regel nie ein Problem.
Was das ist und wie man das selbst prüfen kann findest Du hier in der Sufu.

Und ob man die Frequenzweichen anfasst, ggf. dort befindliche bipolare Elkos tauscht gegen MKT/MKP - das sind dann die Fragen, die dort meiner Meinung nach in die richtige Richtung des Klangs gehen.

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Auf jeden Fall hast Du dort eine sehr sehr schöne Anlage übergeben bekommen. Und wenn Du dann bei eigener späterer Begeisterung den P3 mal gegen einen P4 tauschen magst - ist alles auf höchstem, damals letzt aktuellen Niveau. Und auch komplett fernbedienbar über eine RC1.

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Schwarzer Mattlack ist fein - ich sprühe immer mit Kwasny RAL 9005 mattschwarz - für mich passte das für Deckel oder LS-Gitter einwandfrei.

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