Umbau Atelier T1 in S1

Gewerbliche Umbauten müssen als solche gekennzeichnet werden!
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Oli L.
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Umbau Atelier T1 in S1

#1 Beitrag von Oli L. » 28.12.2020, 12:29

Hallo zusammen,

ich hatte mir schon länger vorgenommen einen Netzwerkplayer für meine Hifi-Anlage selbst aufzubauen.
Einfach und modular soll es sein, um Komponenten austauschen zu können oder das Ganze um neue Funktionen zu erweitern.
  • Basis ist ein Raspberry Pi mit DAC-Karte (hier: Hifiberry DAC+ Pro)
  • Für die Stromversorgung kommt ein etwas überdimensioniertes Netzteil von Thel zum Einsatz. Klanglich kann ich leider keinen Unterschied feststellen, aber Hifi ist natürlich auch eine Gefühlssache, und daher bleibt es drin :)
  • das Original-Display für die Anzeige der Senderfrequenz habe ich nach langem Suchen durch ein gelbes 16x2 OLED-Display ersetzt
  • den Tuner-Poti habe ich durch einen Drehimpulsgeber, mit zusätzlicher Druckfunktion, ersetzt
  • da der T1 recht viele Taster besitzt, habe ich versucht möglichst Viele wieder zu verwenden. Leider ist die Anzahl der GPIOs am Pi begrenzt


Was noch offen ist:
  • Drehimpulsgeber über USB-Modul anschließen (für Lautstärkereglung)
  • blaue/grüne Folie für Display zur Anpassung der OLED Farbe an grüne Original-LEDs
  • große SDD-Festplatte für Musik-Dateien (betanken über Netzwerk)
  • Kabelsalat etwas aufräumen
  • Gehäuse lackieren (habe den T1 für wenig Geld bekommen, dementsprechend war auch der Zustand...)
  • Gehäuse bedrucken :?

Das langfristige Ziel ist es, einen Netzwerkzuspieler mit ausschließlich freier Hardware und freier Software aufzubauen. Die Boards von Olimex sind da definitiv ein tolle Alternative, allerdings ist die I2C Unterstützung für DAC-Karten noch nicht so optimal.

Freue mich über Verbesserungsvorschläge!

Grüße Oli



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Maschine2501
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Re: Umbau Atelier T1 in S1

#2 Beitrag von Maschine2501 » 09.01.2021, 10:04

Gute Arbeit!

Che Grillvara
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Re: Umbau Atelier T1 in S1

#3 Beitrag von Che Grillvara » 09.01.2021, 12:14

Ja,
Schönes Projekt!

Hast Du das THEL von unten in der Bodenplatte verschraubt?

Gruß,
Christian
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A2/2 - T2 - C3 - F??o K5 Pro (Mac, PC, Playstation) <- i?i iPhono2 <- T??????s SL-1210MKII + Ortofon VM Red
LS: LSV(LS40?)+SW2
Was noch fehlt: T2 Volumio Player (vielleicht irgendwann noch ein CD4?)

Maschine2501
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Re: Umbau Atelier T1 in S1

#4 Beitrag von Maschine2501 » 09.01.2021, 13:43

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Ergänzung...
Hab auch ein ähnliches Projekt gestartet, vielleicht kannst du die UI nutzen...

https://github.com/Maschine2501/NR1-UI
https://www.facebook.com/volumio/posts/2204052543073187

Gruß ;)

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cribar70
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Re: Umbau Atelier T1 in S1

#5 Beitrag von cribar70 » 10.01.2021, 14:36

:thumb: :respekt:
super Umsetzungen. Macht echt Laune auf was neues ...

Gruß Alex

Oli L.
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Re: Umbau Atelier T1 in S1

#6 Beitrag von Oli L. » 10.01.2021, 23:11

Che Grillvara hat geschrieben: 09.01.2021, 12:14 Hast Du das THEL von unten in der Bodenplatte verschraubt?
Genau, mit 4 Distanzhülsen verschraubt + zusätzliche Kunststoffabstützung ca. in der Mitte der Platine (ohne biegt sich die Platine etwas durch...)
Maschine2501 hat geschrieben: 09.01.2021, 13:43 Hab auch ein ähnliches Projekt gestartet, vielleicht kannst du die UI nutzen...
Richtig schön! Hast du ein paar Details oder einen Bericht?
Ein 128x64 OLED konnte ich leider nicht auftreiben, aber deines scheint ja wie gemacht zu sein für das Display-Fenster des T2. :thumb:

Oli L.
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Re: Umbau Atelier T1 in S1

#7 Beitrag von Oli L. » 05.11.2021, 16:08

Hallöchen,
mittlerweile konnte ich mein Projekt "abschließen" (fürs Erste zumindest...) :wink:

Folgende Punkte konnte ich abhaken:
Oli L. hat geschrieben: 28.12.2020, 12:29
  • blaue/grüne Folie für Display zur Anpassung der OLED Farbe an grüne Original-LEDs
  • große SDD-Festplatte für Musik-Dateien (betanken über Netzwerk)
  • Kabelsalat etwas aufräumen
  • Gehäuse lackieren (habe den T1 für wenig Geld bekommen, dementsprechend war auch der Zustand...)
  • Gehäuse bedrucken

Aktuell nutze ich "Moode-Audio" und zur Display Ansteuerung "pydPiper" (Docker-Container). Moode ist fantastisch, pydpiper macht ab und zu Ärger (ab und zu ist deswegen eine Neuinstallation notwendig, da das Display nichts mehr anzeigt).

Das Display ist ein "EA W162-X9LG", welches Schrift sehr scharf darstellt und auch auf größere Entfernung gut lesbar ist.

Lackiert habe ich mit "Dupli-Color Rallye-Lack Spray - Schwarz Matt", welches recht nah an den Original-Lack herankommt (der Originale ist noch etwas gräulicher).

Das Aufbringen der Beschriftung hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt:
Ich hatte gehofft, das Ganze mit Aufreibe-Buchstaben zu realisieren. Passende Buchstaben habe ich allerdings keine bekommen.

Also habe ich "randlose Decals" benutzt ("Decal Pro"). Die gewünschte Schrift wird per z.B. Laserdrucker auf ein Trägerpapier gedruckt und dieses dann mit "Spezialkleber" aufgebracht. Nach entsprechender Trockenzeit (+ Backofen, um die Haftung zu erhöhen) kann dann die Trägerfolie abgezogen werden und die reine Schrift bleibt zurück. Leider ist der "Spezialkleber" doch nicht so rückstandsfrei. Die Rückstände des Klebers konnte ich minimal mit Isopropylalkohol entfernen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, nicht gleich die Schrift mitabzurubbeln.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Für ein professionelleres Ergebnis muss man vermutlich deutlich mehr Geld in die Hand nehmen (--> z.B. Siebdruck: Sieb erstellen lassen,...).



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weiterhin offen sind:
  • Drehimpulsgeber über USB-Modul anschließen (für Lautstärkeregelung)
  • open-hardware-SingleBoardComputer
--> ich experimentiere aktuell mit einem SBC on Olimex (genau: Olinuxino Lime2). Im Vergleich zum Raspi Pi ist deutlich weniger Info im Netz zu finden, d.h. viel Ausprobieren. Unabhängig davon experimentiere ich mit einem externen DAC der per USB angeschlossen werden kann (dadurch erspart man sich die i2c-Konfiguration und GPIO-Pins).
  • i2c-Adapter für OLED-Display, um GPIOs am Pi zu sparen
  • bonden der grünen Displayfolie
--> durch die zusätzlich Folie konnte ich die Farbe recht gut einstellen, allerdings sinkt dadurch die Lesbarkeit des Display deutlich. Ich könnte mir vorstellen, dass das Bonden der Folie auf das Displayglas, Reflexionen verringert und die Sichtbarkeit erhöht. Allerdings habe ich es mir noch nicht zugetraut ;)
  • als Betriebssystem ein reines Debian mit MPD (MusicPlayerDaemon) und einfaches Python Skript für das OLED-Display
--> da Moode-Audio auf MPD als Basis aufbaut, ließe sich ein recht schlankes Betriebssystem nur mit Debian, MPD und ein paar Skripten aufbauen. Zusammen mit "automatischen Updates" sollte diese Variante relativ wartungsarm sein...


Grüße Oli

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