ADS c300i/w und Braun BEL 300i im Vergleich

Die aktiven und passiven HiFi-Lautsprecherboxen
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büschi
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ADS c300i/w und Braun BEL 300i im Vergleich

#1 Beitrag von büschi » 09.03.2020, 14:06

Hallo Braun und ADS Freunde,

am heutigen Tag habe ich die gekauften ADS-Lautsprecher geliefert bekommen.
2.jpg
Bis auf kleine Abweichungen sind sie identisch mit den Braun/BEL Lautsprechern des Typs 300i, z.B. das Lochblech hat eine andere Bohrung.

Obwohl sie über 25 Jahre alt sind, sind sie Top in Ordnung.
Leider fehlt die Einbauanleitung!
Schrauben und Einbaurahmen sind Vollständig.
Die Rahmen sind aber unterschiedlich -verbogen- und werden somit nicht vom farbigen Kunststoffrahmen überdeckt, siehe Photos.
Hier muss ich sie noch richten, wenn ich sie überhaupt gebrauchen werde.
L1020903.JPG
Für einen Einbau in eine Holzdecke scheinen mir die mitgelieferten Schreiben nicht so richtig zu passen.
L1020909.JPG
Eine Lösung wäre, die 4 Löcher des Lautsprechers an der Betondecke zu markieren, die Löcher zu bohren und mit neuen längeren Schrauben den Lautsprecher festzuschrauben.
Zuletzt musst nur noch das Gitter vorsichtig eingedrückt werden.


Damit ist die diesjährige Frühjahrsarbeit in der Küche beschlossene Sache: Einbau der Lautsprecher

MfG

Udo aus Krefeld

büschi
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ADS c300i/w und Braun BEL 300i im Vergleich hier die Photos

#2 Beitrag von büschi » 09.03.2020, 14:22

Hallo,
hier die vergessenen Photos von meinem letzten Beitrag :
L1020912.JPG
L1020913.JPG
L1020914.JPG
L1020915.JPG
MfG

udo aus Krefeld

HBGastimForum
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Re: ADS c300i/w und Braun BEL 300i im Vergleich

#3 Beitrag von HBGastimForum » 09.10.2021, 12:43

Liebe BRAUN-Freunde,

eigentlich habe ich mich im Forum nur angemeldet, da ich mit einem Haus auch ein Paar 300i erworben habe und sie an anderer Stelle wieder einbauen wollte. Auch mir fehlte die Einbauanleitung, was doof ist, wenn man die Geräte nicht selbst ausgebaut hat. Dazu fehlte mir auch die nötige Anzahl Schrauben, die zumal ein sehr ungewöhnliches Gewinde haben. Die Technik der Einbaurahmen ist - besonders bei Einbau in eine Wandöffnung - nicht das Gelbe von Ei. Aber was soll's, es hat ja mittlerweile geklappt und nun betreibe ich die LS mit eine umralten kleinen SANYO-Receiver in einer Küche von 16 qm und bin hellauf begeistert (Einbau im Fries über Küchen-Oberschränken, ohne Gehäuse-Ausbildung, Hohlraum nicht bedämpft, aber Bauwiese mit Tischlerplatte und begrenztem Volumen).

Nun aber doch eine Frage - mein Gehör hilft mir nicht wirklich weiter: was soll der dreistufige Schalter bewirken? - bei welchem Schallereignis (Musikart) könnte ich die Unterschiede am ehesten hören? Ich bilde mir ein, dass der Klang in der Mittelstellung der Schalter am ausgewogensten ist.


Nochmal zu den Einbaurahmen: positiv ist, dass sie eine so feste Montage / Pressung mit der Schallwand erlauben, dass absolut keine Fremdgeräusche entstehen. Ich habe in anderen Räumen verschiedene moderne Deckeneinbaulautsprecher eingebaut, die alle mehr oder weniger geniale "Haken" haben, die über die Trägerplatte geschwenkt und angezogen werden. Der Nachteil ist, dass bereits eine Gipskartonplatte so empfindlich ist, dass die leicht zerdrückt werden kann. Noch extremer ist das bei Akustik-Decken mit Spritzputz. Da hätte ich gerne einen Rahmen wie bei den ads genommen, der den Anpressdruck schön verteilt.


Für Leute, die keine idealen Verhältnisse zur Aufstellung konventioneller Lautsprecher haben, teile ich gerne meine Erkenntnis: der Musikgenuß über Deckeneinbaulautsprecher kann ganz phantastisch sein. Es gibt viele Leute, die hier die Nase rümpfen - mit vielen richtigen Argumenten. Aber das akustische Ergebnis überzeugt. Richtig gemacht kommt der Klang nicht "von oben", er steht im Raum wie in einem Konzertsaal oder einer Kirche.

Beispiel: Schlafzimmer. Der Raum selbst (18 qm / Raumhöhe 2,45 m) ist kritisch, hat sogar ein leichtes scharfes Echo. Glatte Gipskarton-Unterdecke, Hohlraum ca. 12 cm, im Bereich der Lautsprecher extrem stark bedämpft mit einfacher schwerer Mineralwolle; die Deckeneinbaulautsprecher haben kein "Gehäuse" bekommen. Die Lautsprecher sitzen mit 35 cm Achsabstand vor der Schrankwand, diese hat eine harte Oberfläche, stellt also einen hoch wirksamen Reflektor dar. Liegend / hörend sieht man auf die Schrankwand - eine ideale Hörposition.
Technik: uralter SANYO-Receiver mit 10W DIN 15 W Musik / Kanal und 20 cm LS mit eingesetztem richtbarem Hochtöner Listen-Stückpreis € 250,00.
Und nun läuft darauf ein Orgelkonzert, richtig laut. Das ist so toll, so präzise und durchsichtig, dass es einem fast das Wasser hinter die Augen treibt. Ein Subwoofer ist völlig uninteressant.

Eine ganz andere Erfahrung in einem anderen Raum:
Der Raum selbst (40 qm / Raumhöhe 2,50 m) ist kritisch wegen vieler reflektierender Flächen, hat aber mit einer Gipskarton-Akustik-Unterdecke und einem Holz-Schwingboden eine sehr schöne Atmosphäre bekommen - für Fachleute erläutert: die Geschossdecke ist eine Kappengewölbedecke System Kaiser, darunter mit lichtem Abstand von ca, 8 cm abgehängt eine Loch-Gipsdecke mit Folienauflage und Dämmstoff-Auflage zur Hohlraum-Bedämpfung, unterseitiger Vlieskaschierung und feinem Akustik-Spritzputz - sehr teuer!
Im Bereich der Lautsprecher nicht weiter bedämpft; die entsprechend ausgesuchten KEF-Deckeneinbaulautsprecher haben kein "Gehäuse" bekommen, da das anderenfalls erforderliche große Volumen nicht hergestellt werden kann. Die 4 Lautsprecher sitzen verteilt über einer größeren Fläche, da es nicht DIE ideale Hörposition gibt, daher ist die Betonung der Stereo-Wirkung auch nicht wirklich sinnvoll. Es wird aber viel mehr verlangt als eine schlichte Hintergrundbeschallung.
Hier wäre vielleicht eine Verstärkertechnik mit Einmess-Mikrofon sinnvoll gewesen, das haben wir uns aber gespart. Die KEF laufen zwar auch mit kleiner Leistung, wollen aber eigentlich richtig Power. Haben sie bekommen, von einem konventionellen H-K-Verstärker Baujahr 1975 für zwei Lautsprecher-Paare.
Ergebnis: jeder Hörer ist begeistert, egal ob leise oder laut; die Höhen sind völlig unkritisch und auch die Bässe kommen trotz Lochdecke erstaunlich präsent. Der zur Sicherheit geplante Subwoofer wird nicht benötigt.

Zu uns: wir hören Jazz und Klassik, weniger Pop, gar keine Discomusik. Wer von uns richtig Stereo hören will geht in einen anderen Raum.

Ich bin Architekt und habe sehr viele Räume hergestellt oder kennengelernt, in den Musik gehört (und auch gespielt) wird. Die Leute stellen sich die neuesten und teuersten Sachen in die winzigsten Zimmer, die mit jedem erdenklichen Schiet vollgestellt sind, das KLangerlebnis ist in der Regel: anstrengend. Mein Rat: räumt die Zimmer auf und stellt die Plünnen raus, investiert in gute Oberflächen und kauft gerne die Technik aus den 70er / 80er Jahren - unkaputtbar, spottbillig, unglaublich musikalisch.

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Rainer Hebermehl
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Re: ADS c300i/w und Braun BEL 300i im Vergleich

#4 Beitrag von Rainer Hebermehl » 10.10.2021, 10:29

Die 300 i waren ursprünglich Teil des Car - Hifi Programms. Sie entsprechen in Etwa der Braun lautsprecherbox L 200 . Die Tieftöner verfügen jedoch über kräftiger Schwingspulen und sind härter aufgehängt. Technisch gibt es keinen Unterschied zwischen den Ausführungen Braun und ADS.

Aber auch als Wandeinbau "Boxen" hervorragend geeignet !

Gruß

Rainer
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Aus dem Radio steigt der Rauch - Soll er auch.

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Re: ADS c300i/w und Braun BEL 300i im Vergleich

#5 Beitrag von HBGastimForum » 10.10.2021, 21:05

Moin Rainer,
herzlichen Dank. Ich werde mal eine geeignete Höhen-betonte Musik raussuchen, damit ich die Wirkung des Schalters auf den Hochtöner auch wirklich wahrnehmen kann.
Tschüß
Jörg (der aus HB)

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