Revision CEV 520

Sämtliche Steuergeräte (Receiver) Braun regie
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Tristan
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Revision CEV 520

#1 Beitrag von Tristan » 27.02.2026, 21:44

Hallo zusammen,

ich würde gern meinen CEV 520 revidieren lassen. Kann jemand eine Empfehlung abgeben, wer das im Raum München vernünftig macht und was sowas ca. kostet?

Viele Grüße

Tristan

Sendlinger
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Re: Revision CEV 520

#2 Beitrag von Sendlinger » 28.02.2026, 18:43

Hallo Tristan,

direkt eine Empfehlung kann ich Dir nicht geben, weil ich dort noch nie etwas habe reparieren lassen,
aber Herr Regler macht von den Bildern seiner Werkstatt (mit audio 300 z.B.) einen guten Eindruck und er
ist die Empfehlung von Herrn Gleich, der seit Jahrzehnten in München einen Laden für Abspielnadeln hatte.
https://www.plattennadel.de/
Da könntest Du ja mal eine vorsichtige Anfrage stellen. Preise wird Dir aber am Telefon oder auch hier niemand nennen können,
das ist komplett von der Art des Defekts, der Verfügbarkeit von Teilen und der erforderlichen Arbeitszeit abhängig. Ich würde auch eher empfehlen,
nach einer Reparatur zu fragen und konkret mitzuteilen was dem Regie fehlt. Eine echte Revision oder Restaurierung mit Neulackierung und Beschriftung
hat nach oben kaum Grenzen.

Herr Regler ist telefonisch zu folgenden Zeiten unter 089 649 57 622 erreichbar:
Mittwoch von 15.00 Uhr – 18.00 Uhr, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr – 13.00 Uhr und von 15.00 Uhr – 18.00 Uhr
Sein Geschäft ist in Giesing in der Rotwandstrasse 7.

Das regie 510/520 ist es aber unbedingt Wert, erhalten zu werden, bin sehr glücklich mit meinem!

Gruß, Sebastian

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Tristan
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Re: Revision CEV 520

#3 Beitrag von Tristan » 01.03.2026, 14:04

Hallo Sebastian,

danke für die Antwort und den Tipp. Das Gerät ist optisch neuwertig. Es hat folgendes Problem:

- der Radioteil fällt nach einer Weile im Betrieb aus. Man hört nix mehr obwohl die Stereoleuchte an ist. Auch wenn man "Nur Stereo" und die Stumschaltung deaktiviert, ist nix zu machen. Auch durch Sendersuche ist nix zu finden.

Dazu kommt folgendes:
Ich betreibe Nubert Nuline 122 an dem CEV, die wohl recht hungrig sind. Dazu habe ich an den Vorverstärker Ausgang/Hauptverstärker Eingang ein Nubert ATM hängen, die wohl auch durch ihre Anhebung des Basses die restlichen Bauteile zusätzlich belasten.
Ich habe herausgefunden, dass es keine Schutzschaltung im CEV gibt, dass wenn mir im Inneren ein Bauteil durchbrennt, kein hoher Pegel am Lautsprecher anliegt und mir dann die Nuline und das ATM kaputt gehen. Deshalb also, so ein richtiger Schaden ist nicht vorhanden, nur mein Bauchweh.

In Kombination mit dem PD500 und einem Shure M95 klingt der CEV 520 sehr angenehm. Aber richtig entspannt Sitz ich bein Hören nicht da.

Haltet ihr die Befürchtung für überzogen?

Viele Grüße
Tristan

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raimund54
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Re: Revision CEV 520

#4 Beitrag von raimund54 » 01.03.2026, 20:21

Hallo Tristan,

die CEVs haben eine Schutzschaltung in der Endstufe, sodaß bei Überlast das Ausgangssignal am LS-Ausgang abgeschaltet wird. Bauteile überlasten durch das Nubert ATM geht eigentlich nicht.

Das ATM kann eigentlich nicht durch hohe Pegel kaputtgehen, da hohe Pegel technisch bedingt nicht anliegen können.

Bzgl UKW-Teil habe ich im Moment keinen Rat außer mal Umschalten auf z.B. phono und zurück um zu hören, ob es dann wieder zeitweise funktioniert.

Gruß

Raimund

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Tristan
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Re: Revision CEV 520

#5 Beitrag von Tristan » 01.03.2026, 22:00

Hallo Raimund,

mir wurde folgendes erklärt als ich zufällig mit jemand sprach der sich angeblich damit auskennt.
Ich versuche es hier einigermaßen wiederzugeben:

Das ATM-Modul (eingeschleift über Vorverstärker-Ausgang/Haupverstärker-Eingang) hebt den Basspegel massiv an, was die Endstufe dazu zwingt, ein Vielfaches der normalen Leistung abzugeben. Die alten Siebelkos im Netzteil können diesen hohen Strombedarf nicht (mehr) stabil decken. Gealterte Kondensatoren können im Extremfall durchschlagen. Dies kann Folgeschäden an den Endstufentransistoren verursachen.

Weiterhin könnten die Koppelkondensatoren im Vorverstärkerteil (?), Gleichspannungssignale aus dem Audiopfad nicht mehr vollständig herausfiltern. Dieses DC-Offset fließt dann über das ATM für dort ggf zu Schäden und/oder wird nochmal angehoben und geht dann in den Hauptverstärker und dann ab zu den Lautsprechern und würde dort Schäden erzeugen.

Die Endstufentransistoren könnten wohl ebenfalls durchschlagen und dann würden 30V oder mehr an den Lautsprechern anliegen, da der CEV 520 keine Schutzrelais und das würde die Sxhwingspulen der Tieftöner ruinieren.

Und überhaupt wäre der CEV 520 mit seine 2x50Watt mit den Nuline 122 an sich schon überfordert und kann nur zum Clipping neigen - ein Rechtecksignal, was die Hochtöner der 122 schädigen soll, obwohl diese eine Schutzschaltung haben (?). Dieses wird das ATM noch weiter verschärft.

Das hat mir etwas die Entspannung beim Hören genommen.

Ist das alles Quatsch oder berechtigt?

Viele Grüße
Tristan

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Re: Revision CEV 520

#6 Beitrag von raimund54 » 01.03.2026, 22:40

Hallo Tristan,

uiuiuiui, da hat aber einer eine ganze Menge dummes Zeug erzählt.

Bei normaler Zimemr lautstärke arbeitet ein Verstärker mit einer Ausgangsleistung von deutlich weniger als 1 Watt!!!! Da kann erst mal gar nichts klippen oder verzerren.

Wenn Du voll aufdrehst fängt die Endstufe an zu verzerren und kann evtl. so viel Töne im hohen Frequenzbereich erzeugen, daß der Hochtöner Schaden nehmen kann. Das ist aber sehr unwahrscheinlich, da die bei Verzerrung entstehenden Obertöne deutlich leiser sind als der Grundton. Eher schickst Du die Hochtöner z.B. durch sehr hohe und extrem laute Synthesizer oder voll verzerrte hohe Gitarrentöne in die ewigen Jagdgründe.

Die Aussage zu den Koppelkondensatoren und Gleichspannungssignalen ist Quatsch.

Das ein regie mit seinen 2x50 W Sinus bzw. 2x 70 W Musikleistung bei sehr leistungshungrigen Lautsprechern und sehr hoher Lautstärke überfordert sein kann und verzerren kann, steht ausser Frage. Aber ein 100 W Verstärker wäre es dann auch.

Es gibt bei Lautsprechern eine Angabe wieviel Watt für eine Lautstärke von 91 dB (wenn ich mich recht erinnere) in 1 m Abstand vom Lautsprecher notwendig ist (Kennschalldruck). Hast du diesen Wert?

Gruß

Raimund

PS: Eine Verdoppelung der Leistung bedeutet 3 dB mehr Lautstärke was gerade soeben evtl. gehört werden kann. Eine Verzehnfachung der Leistung bedeutet für das Ohr doppelte Lautstärke.

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Tristan
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Re: Revision CEV 520

#7 Beitrag von Tristan » 01.03.2026, 22:56

Also alles Quark, inklusive der durchschlagenden Endstufentransistoren?!

Meinst du den Wirkungsgrad? Der wird mit Wirkungsgrad: 86,5 dB (1 Watt / 1 m) angegeben. Noch mehr Daten gibt es hier

https://www.hifi-wiki.de/index.php/Nubert_nuLine_122

Und hier

https://www.nubert.de/media/e4/ed/g0/16 ... eitung.pdf

Viele Grüße

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Re: Revision CEV 520

#8 Beitrag von raimund54 » 01.03.2026, 23:01

Hallo Tristan,

das mit den durchschlagenden Endstufentranistoren ist Quatsch.

Bei dem angegebenen Wirkungsgrad kommst Du mit dem regie auf theoretisch 102 dB Lautstärke. Vergleich: Ein großes Orchester kommt bei vollem Spiel auf ca. 95 dB.

Gruß

Raimund

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Re: Revision CEV 520

#9 Beitrag von Tristan » 01.03.2026, 23:13

Danke Raimund,
dann lege ich mir jetzt dann doch noch entspannt einen Platte auf. Du hast meinen Abend gerettet!!!
Viele Grüße

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