Restaurierung zweier L 710
Restaurierung zweier L 710
Liebe Braun-Fans,
ein Freund hat sich in der Bucht ein Paar restaurierungsbedürftige L 710 erster Generation geschossen. Heute Abend soll ich mir die Teile mal ansehen bzw. anhören und anschließend zerlegen, damit die Gehäuse bearbeitet werden können. Gibt es Probleme beim Abnehmen der Rückwand? Die Lautsprechersysteme lassen sich ja nach vorne herausnehmen.
Welche Dichtungsmasse ist zu empfehlen, um die Boxen wieder dicht zu bekommen? Braun verwendete meines Wissens ein Produkt von Bostik, das man wohl heute nicht mehr erhält.
Danke im voraus.
Gruß, Norbert
ein Freund hat sich in der Bucht ein Paar restaurierungsbedürftige L 710 erster Generation geschossen. Heute Abend soll ich mir die Teile mal ansehen bzw. anhören und anschließend zerlegen, damit die Gehäuse bearbeitet werden können. Gibt es Probleme beim Abnehmen der Rückwand? Die Lautsprechersysteme lassen sich ja nach vorne herausnehmen.
Welche Dichtungsmasse ist zu empfehlen, um die Boxen wieder dicht zu bekommen? Braun verwendete meines Wissens ein Produkt von Bostik, das man wohl heute nicht mehr erhält.
Danke im voraus.
Gruß, Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
Nostalgie Funk - le groove de légende
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Hallo Norbert,
ich habe meine L810 seinerzeit fast nicht auf bekommen. Der Kit war vollkommen ausgehärtet.
Mit einem sehr dicken und vor allem stumpfen Schraubenzieher und viel Geduld hat es dann doch geklappt. Hilfreich sind auch Keile zum Zwischenlegen.
Zur erneuten Abdichtung habe ich dann schwarzen Kit, ebenfalls von Bostik genommen. Ob es den allerdings noch gibt, kann ich Dir nicht sagen. Ich hatte noch welchen im Keller liegen
Viele Grüße
Thomas
ich habe meine L810 seinerzeit fast nicht auf bekommen. Der Kit war vollkommen ausgehärtet.
Mit einem sehr dicken und vor allem stumpfen Schraubenzieher und viel Geduld hat es dann doch geklappt. Hilfreich sind auch Keile zum Zwischenlegen.
Zur erneuten Abdichtung habe ich dann schwarzen Kit, ebenfalls von Bostik genommen. Ob es den allerdings noch gibt, kann ich Dir nicht sagen. Ich hatte noch welchen im Keller liegen

Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
besten Dank - gerade komme ich vom "Ort des Geschehens". Die Rückwände saßen wirklich bombenfest. Es ging nicht ohne Blessuren ab, auch blieben Teile der auf der Innenseite der Rückwände befestigten dünnen Platte am Gehäuserand kleben, trotz großer Vorsicht. Die Gehäuse werden jedoch von einem Schreiner bearbeitet und neu lackiert.
Der Hörtest vor dem Zerlegen mit von mir ausgesuchtem Material an einem regie 520: Katastrofinster
Dumpf, jegliche Brillanz fehlte. Absolut kein Vergleich zu meinen beiden identischen L 710. Ein Hochtöner ist völlig im Eimer, aus den Mitteltönern (so riesige Magnete habe ich noch nie an einem Mitteltöner gesehen
) kommt kaum noch was raus, alle Basschassis sind in Ordnung. Ich schätze, die Elkos auf den Frequenzweichen sind hinüber. Sämtliche Kondensatoren werden ausgetauscht, wenn die Dinger schon mal komplett ausgebaut sind.
Die Hoch- und Mitteltöner gehen nun zur Reparatur bzw. Überprüfung zu Herrn Hebermehl und ich in die Falle
Das Dämmzeugs juckt immer noch auf meiner Haut
Gruß + gute Nacht
Norbert
besten Dank - gerade komme ich vom "Ort des Geschehens". Die Rückwände saßen wirklich bombenfest. Es ging nicht ohne Blessuren ab, auch blieben Teile der auf der Innenseite der Rückwände befestigten dünnen Platte am Gehäuserand kleben, trotz großer Vorsicht. Die Gehäuse werden jedoch von einem Schreiner bearbeitet und neu lackiert.
Der Hörtest vor dem Zerlegen mit von mir ausgesuchtem Material an einem regie 520: Katastrofinster


Die Hoch- und Mitteltöner gehen nun zur Reparatur bzw. Überprüfung zu Herrn Hebermehl und ich in die Falle


Gruß + gute Nacht
Norbert
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Nostalgie Funk - le groove de légende
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- Eroberer
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Re: Restaurierung zweier L 710
Hallo Norbert,Norbert hat geschrieben:.....Gibt es Probleme beim Abnehmen der Rückwand? Die Lautsprechersysteme lassen sich ja nach vorne herausnehmen.
.....
warum muss zur Restauration der Box(en) die Rückwand heraus genommen werden? Ich hätte das gerne gewußt, bevor ich mich an meine weißen LV 720 begebe.
Die Chassis lassen sich ja - wie richtig angemerkt - problemlos ausbauen - das Innere (inkl. Juckwolle) auch.
Gruß
Claus
Ich höre ...
Rückwand L 701 und LV 720
Hallo allerseits,
@Claus:
Bei der L 710 ist die Rückwand einen gesonderte Platte, die von hinten aufgesetzt ist und es gibt eine kleine Ritze rundherum.
Bei der LV 720 ist das Gehäuse in "einem Stück". Da sollte man nicht unbedingt versuchen, die Rückwand rauszubrechen. Die Ritze wie bei der L 710 gibt es hier also nicht.
Grüße,
Raimund
@Claus:
Bei der L 710 ist die Rückwand einen gesonderte Platte, die von hinten aufgesetzt ist und es gibt eine kleine Ritze rundherum.
Bei der LV 720 ist das Gehäuse in "einem Stück". Da sollte man nicht unbedingt versuchen, die Rückwand rauszubrechen. Die Ritze wie bei der L 710 gibt es hier also nicht.
Grüße,
Raimund
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Schäm Dich!p1i hat geschrieben:Ups, da habe ich doch glatt das "V" überlesen![]()
Viele Grüße
Thomas

Wobei mir immer noch nicht klar ist, wieso wegen der Ritze ein Zerlegen notwendig ist.
Dellen kann ich doch auch so füllen - das machen Karosserie-Leute doch auch.
Gruß
Claus
Ich höre ...
Hallo Florian,
eine leider nicht ganz einfache Sache - je nachdem, wie heftig diese Beulen sind. Es gibt ja zwei Arten: Die erste Generation der L 710 hatte auf den FLACHEN Lochblechen hinten eine dünne, styroporartige Platte aufgeklebt (meist ist sie durch Alterung irgendwo gebrochen). Wenn sich diese verformt hat, biegt sich das Lochblech mit. Am besten entfernt man diese Styroporplatte mit den Stahlstreifen ganz, daß man überhaupt von hinten an die Bleche zum Ausbeulen rankommt.
Leichte Dellen kann man mit einer Tapetenandruckrolle auswalzen. Um nun die Bleche wieder an den Magneten zu befestigen, könnte man z.B. 6 kleine, von vorne geschwärzte Stahlplättchen von innen gegen die Lochbleche kleben.
Bei der zweiten Generation L 710/1 sind die Lochbleche leicht nach vorne gewölbt und mit Klettband befestigt.
Ersatz wird es wohl nicht mehr geben - eine Nachfertigung dürfte teuer sein.
Gruß, Norbert
eine leider nicht ganz einfache Sache - je nachdem, wie heftig diese Beulen sind. Es gibt ja zwei Arten: Die erste Generation der L 710 hatte auf den FLACHEN Lochblechen hinten eine dünne, styroporartige Platte aufgeklebt (meist ist sie durch Alterung irgendwo gebrochen). Wenn sich diese verformt hat, biegt sich das Lochblech mit. Am besten entfernt man diese Styroporplatte mit den Stahlstreifen ganz, daß man überhaupt von hinten an die Bleche zum Ausbeulen rankommt.
Leichte Dellen kann man mit einer Tapetenandruckrolle auswalzen. Um nun die Bleche wieder an den Magneten zu befestigen, könnte man z.B. 6 kleine, von vorne geschwärzte Stahlplättchen von innen gegen die Lochbleche kleben.
Bei der zweiten Generation L 710/1 sind die Lochbleche leicht nach vorne gewölbt und mit Klettband befestigt.
Ersatz wird es wohl nicht mehr geben - eine Nachfertigung dürfte teuer sein.
Gruß, Norbert
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Nostalgie Funk - le groove de légende
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Das kann ich Dir leider nicht sagen, aber vielleicht weiß jemand anders hier Bescheid über eine evtl. Bezugsquelle.Florian hat geschrieben:vielen Dank für deine Antwort. Ich hätte nun gedacht man kann da irgendwie auf ein Alu Lochblech zurückgreifen und das zurecht schneiden. Ob das gehen würde?
Gruß, Norbert
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Nostalgie Funk - le groove de légende
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Hallo zusammen,
was das Lochblech angeht, bin ich auch schon von Pontius nach Pilatus gelaufen. Ich bräuchte nämlich auch welches für meine L810. Bei denen wird solches mit der Lochung Rv 2,3-3,0 / 90° verwendet.
Irgendwie ist das aber nicht in kleineren Mengen, sondern nur in Tafeln von 2000x3000mm aufzutreiben, was mir dann doch zu viel war.
Meine diesbezüglichen Nachforschungen sind aber schon eine Weile her.
Falls es also jemand in kleineren Mengen irgendwo her bekommen kann, wäre ich ein dankbarer Abnehmer.
Viele Grüße
Thomas
ps: Hier noch der Link zum Hersteller Bergmann und Hillebrand.
was das Lochblech angeht, bin ich auch schon von Pontius nach Pilatus gelaufen. Ich bräuchte nämlich auch welches für meine L810. Bei denen wird solches mit der Lochung Rv 2,3-3,0 / 90° verwendet.
Irgendwie ist das aber nicht in kleineren Mengen, sondern nur in Tafeln von 2000x3000mm aufzutreiben, was mir dann doch zu viel war.
Meine diesbezüglichen Nachforschungen sind aber schon eine Weile her.
Falls es also jemand in kleineren Mengen irgendwo her bekommen kann, wäre ich ein dankbarer Abnehmer.
Viele Grüße
Thomas
ps: Hier noch der Link zum Hersteller Bergmann und Hillebrand.
Hallo zusammen,
ich möchte mal zwischenberichten, wie es bisher mit den L 710 weiterging: Beide Gehäuse befinden sich bei einer Schreinerin (eine Bekannte meines Freundes) zur Ausbesserung und Neulackierung - die Farbe wird schwarz matt werden.
Die HT-/MT-Chassis sind bei Herrn Hebermehl. Beide Hochtöner waren defekt und sind bereits repariert. Beide MT haben verschobene Magnete. Für den einen hatte er noch Ersatz da - der andere muß aufwändig zerlegt werden. Er muß den Magneten aufsägen, in eine neue Form gießen - dafür verlangt er nur 40 Euro, ein meiner Meinung sehr fairer Preis für seine bekannt professionelle Arbeit. Insgesamt wird die Chassisüberholung 130 Euro kosten, sie sind dann quasi neuwertig.
Wenn die beiden Boxen fertiggestellt sind und wieder den bekannten Wohlklang haben, folgen hier Fotos.
Gruß, Norbert
ich möchte mal zwischenberichten, wie es bisher mit den L 710 weiterging: Beide Gehäuse befinden sich bei einer Schreinerin (eine Bekannte meines Freundes) zur Ausbesserung und Neulackierung - die Farbe wird schwarz matt werden.
Die HT-/MT-Chassis sind bei Herrn Hebermehl. Beide Hochtöner waren defekt und sind bereits repariert. Beide MT haben verschobene Magnete. Für den einen hatte er noch Ersatz da - der andere muß aufwändig zerlegt werden. Er muß den Magneten aufsägen, in eine neue Form gießen - dafür verlangt er nur 40 Euro, ein meiner Meinung sehr fairer Preis für seine bekannt professionelle Arbeit. Insgesamt wird die Chassisüberholung 130 Euro kosten, sie sind dann quasi neuwertig.
Wenn die beiden Boxen fertiggestellt sind und wieder den bekannten Wohlklang haben, folgen hier Fotos.
Gruß, Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
Nostalgie Funk - le groove de légende
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Hallo Norbert,
klingt sehr interessant. Und die Preise von Herrn Hebermehl sind ja überaus fair, wenn nicht sogar schon günstig.
Darf man fragen was du beim Schreiner bezahlst? Mich würde interessieren was ein "Profi" für solch eine Arbeit verlangt. Vor allem im Verhältnis zur Qualität der Lackierung.
Grüße
Florian
klingt sehr interessant. Und die Preise von Herrn Hebermehl sind ja überaus fair, wenn nicht sogar schon günstig.
Darf man fragen was du beim Schreiner bezahlst? Mich würde interessieren was ein "Profi" für solch eine Arbeit verlangt. Vor allem im Verhältnis zur Qualität der Lackierung.
Grüße
Florian
Hallo Florian,Florian hat geschrieben:Darf man fragen was du beim Schreiner bezahlst? Mich würde interessieren was ein "Profi" für solch eine Arbeit verlangt. Vor allem im Verhältnis zur Qualität der Lackierung.
da muß erst ich Andreas (meinen Bekannten) interviewen, die Boxen gehören ihm. Es könnte sein, daß die Lackierarbeiten etc. mittlerweile schon abgeschlossen sind und die Gehäuse wieder bei ihm zu Hause stehen.
Meine Arbeit besteht demnächst aus dem Zusammenbau und noch dem Wechsel der Kondensatoren auf den Frequenzweichen.
Gruß, Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
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Hallo Florian,
ich hatte gestern Abend noch mit Andreas telefoniert - also der Preis für die Überholung der beiden Gehäuse betrug 90 Euro (inkl. Lieferung frei Haus
)
Gruß, Norbert
ich hatte gestern Abend noch mit Andreas telefoniert - also der Preis für die Überholung der beiden Gehäuse betrug 90 Euro (inkl. Lieferung frei Haus

Gruß, Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
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verformte Gitter
Meist lassen sich auch stärker verformte Gitter mit Gefühl wieder in Form bringen. Das sollte insbesondere für die nicht gewölbten gelten, da das Aluminium durch die Lochung noch weicher wird.
Am besten vorsichtig mit Gummihammer und/oder untergelegtem Lappen die Dellen auf einer glatten Unterlage herausklopfen. Dabei nicht zu hart zuschlagen, um das Material nicht unnötig zu treiben.
Bestes Beispiel sind die "Schutzschrauben" unter den Mitteltönern, die kleine Dellen hinterlassen.
Bei kleineren Macken lassen sich diese sogar gefühlvoll von Hand herausdrücken.
Grüße
DerLange
Am besten vorsichtig mit Gummihammer und/oder untergelegtem Lappen die Dellen auf einer glatten Unterlage herausklopfen. Dabei nicht zu hart zuschlagen, um das Material nicht unnötig zu treiben.
Bestes Beispiel sind die "Schutzschrauben" unter den Mitteltönern, die kleine Dellen hinterlassen.
Bei kleineren Macken lassen sich diese sogar gefühlvoll von Hand herausdrücken.
Grüße
DerLange
Hallo derLange,
danke für die Tipps, die Gitter stehen auch noch an
Zuerst brauchen sie eine kräftige Reinigung, der Vorbesitzer war wohl ein starker Raucher. Zum Glück sind es die flachen Gitter der ersten Generation. Dellen sind moderat vorhanden, diese sollte man rausbekommen.
Die styroporartige, dünne Platte dahinter wird entfernt (sie ist bei beiden an mehreren Stellen gebrochen und verformt). Zum Halt an den Magneten werden je 6 kleine, längliche Stahlstücke von innen gegen das Gitter geklebt.
Die Basschassis-Körbe sind bei der ersten Generation noch nicht geschwärzt, daß man sie nun ohne diese dünne Platte durch das Gitter sehen würde. Aber mit etwas schwarzem Lack, aufgetragen von vorne auf die sichtbaren Stellen der Körbe wäre auch dieser Schönheitsfehler behoben.
Gruß aus dem "Hitzerekord-Freiburg" (schwitz)
Norbert
danke für die Tipps, die Gitter stehen auch noch an

Die styroporartige, dünne Platte dahinter wird entfernt (sie ist bei beiden an mehreren Stellen gebrochen und verformt). Zum Halt an den Magneten werden je 6 kleine, längliche Stahlstücke von innen gegen das Gitter geklebt.
Die Basschassis-Körbe sind bei der ersten Generation noch nicht geschwärzt, daß man sie nun ohne diese dünne Platte durch das Gitter sehen würde. Aber mit etwas schwarzem Lack, aufgetragen von vorne auf die sichtbaren Stellen der Körbe wäre auch dieser Schönheitsfehler behoben.
Gruß aus dem "Hitzerekord-Freiburg" (schwitz)
Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
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Kondensator-Frage
Hallo zusammen,
ich habe die Frequenzweiche einer L 710 leider gerade nicht vor mir. Ich weiß nur aus dem Kopf, daß zwei Roederstein-Elkos mit je 50 µF darauf vertreten sind.
Weiß jemand, ob das gepolte Typen sind oder bipolare? Falls gepolt, sollte man doch eigentlich jeden üblichen Typ verwenden können, keine speziellen Tonfrequenz-Elkos.
Die MKT-Typen auf der Weiche halten im Prinzip doch quasi ewig unter den Arbeitsbedingungen - sollte man diese auch tauschen?
Besten Dank im voraus.
Gruß, Norbert
ich habe die Frequenzweiche einer L 710 leider gerade nicht vor mir. Ich weiß nur aus dem Kopf, daß zwei Roederstein-Elkos mit je 50 µF darauf vertreten sind.
Weiß jemand, ob das gepolte Typen sind oder bipolare? Falls gepolt, sollte man doch eigentlich jeden üblichen Typ verwenden können, keine speziellen Tonfrequenz-Elkos.
Die MKT-Typen auf der Weiche halten im Prinzip doch quasi ewig unter den Arbeitsbedingungen - sollte man diese auch tauschen?
Besten Dank im voraus.
Gruß, Norbert
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Weiter im Text...
Hallo Freunde des guten Klanges,
gestern Abend hatte ich das erste Exemplar soweit wieder fertiggestellt. Auf die Weichen lötete ich neue gepolte Tonfrequenz-Elkos (47 µF, 50 V - glatt), welche mein Bekannter in einem örtlichen, gut sortierten Elektronikshop besorgte. Da er auch schwarzes Bau-Silikon gekauft hatte, verwendete ich das schmierige Zeugs zur Chassis- und Gehäuse-Abdichtung. Ebenfalls wurden neue Zuleitungen verwendet, da die originalen gekappt waren. Aber keine "Waschseile" - nein, 2x 0,75 mm² - wie einst 1970 auch von Braun.
Nachdem ich die originale "Juckwolle" wieder richtig ins Gehäuse gedrückt hatte, folgte mit noch nicht abgedichteter, festgeschraubter Rückwand ein Funktionstest, zuerst mit diversen Sinustönen über ein regie 520. Dann wurde ein Sweep von 25-25.000 Hz draufgegeben. Nichts rasselte oder klapperte im unteren Frequenzbereich mit, keine Blasgeräusche hörbar (obwohl die Rückwand noch nicht abgedichtet war!). Nun wollten wir aber nicht nur Meßtöne hören und gaben Musiksignale drauf. Herr Hebermehl hat mit der Reparatur von HT und MT ganze Arbeit geleistet. Zwei Gesichter strahlten sich an - ein Klang, wie von der L 710 gewohnt, feine Sache
Letzte Prozedur, Abdichtung der Rückwand. Die Lochgitter sind leider nicht mehr so schön geworden, trotz Einsatz eines Dampfreinigers. Deutliche Schattierungen sind an so einigen Stellen im Aluminium sichtbar. Doch diesen Schönheitsfehler entschädigt der gute Klang.
Demnächst folgt der zweite Streich - danach werden die guten Stücke abgelichtet.
Gruß, Norbert
gestern Abend hatte ich das erste Exemplar soweit wieder fertiggestellt. Auf die Weichen lötete ich neue gepolte Tonfrequenz-Elkos (47 µF, 50 V - glatt), welche mein Bekannter in einem örtlichen, gut sortierten Elektronikshop besorgte. Da er auch schwarzes Bau-Silikon gekauft hatte, verwendete ich das schmierige Zeugs zur Chassis- und Gehäuse-Abdichtung. Ebenfalls wurden neue Zuleitungen verwendet, da die originalen gekappt waren. Aber keine "Waschseile" - nein, 2x 0,75 mm² - wie einst 1970 auch von Braun.
Nachdem ich die originale "Juckwolle" wieder richtig ins Gehäuse gedrückt hatte, folgte mit noch nicht abgedichteter, festgeschraubter Rückwand ein Funktionstest, zuerst mit diversen Sinustönen über ein regie 520. Dann wurde ein Sweep von 25-25.000 Hz draufgegeben. Nichts rasselte oder klapperte im unteren Frequenzbereich mit, keine Blasgeräusche hörbar (obwohl die Rückwand noch nicht abgedichtet war!). Nun wollten wir aber nicht nur Meßtöne hören und gaben Musiksignale drauf. Herr Hebermehl hat mit der Reparatur von HT und MT ganze Arbeit geleistet. Zwei Gesichter strahlten sich an - ein Klang, wie von der L 710 gewohnt, feine Sache

Letzte Prozedur, Abdichtung der Rückwand. Die Lochgitter sind leider nicht mehr so schön geworden, trotz Einsatz eines Dampfreinigers. Deutliche Schattierungen sind an so einigen Stellen im Aluminium sichtbar. Doch diesen Schönheitsfehler entschädigt der gute Klang.
Demnächst folgt der zweite Streich - danach werden die guten Stücke abgelichtet.
Gruß, Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
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