Wiederbelebung eines CE16

Reine Empfänger-Bausteine außerhalb atelier/slim line
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henry2
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Wiederbelebung eines CE16

#1 Beitrag von henry2 » 28.05.2014, 13:27

Ein munteres Hallo zusammen!

Warum muss es mich schon wieder treffen? Ich hatte doch gerade erst den SK6 verdaut!

Ein hoffnungsvolles Mitglied unseres Forums fragte mich (womöglich habe ich mich sogar selbst angetragen :wink: ), ob ich mir mal seinen stummen CE16 anschauen wolle, den er aus der Bucht gefischt hatte. Interessiert daran, sagte ich gerne zu. Inzwischen ist der Tuner bei mir angekommen. Rein äußerlich machte er einen recht passablen Eindruck und voll Neugierde wagte ich einen ersten Blick unter die Gehäusedeckel. Ernüchterung! (Bei näherem Hinschauen reicht ein Ausrufungszeichen nicht.)

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Hier hatte ein blindwütiger, dilettantischer, liebloser usw... Bastler seine Spuren hinterlassen. Doch der Reihe nach:

Als erstes fiel auf, dass die meisten Elkos im Gerät erneuert wurden. Nur die meisten - und nicht alle - lag offensichtlich daran, dass jene, an die man etwas schwieriger herankam, von der Erneuerung tunlichst ausgenommen wurden. Dennoch bemühte sich der eifrige Reparateur nicht im mindesten, die passenden Elkotypen einzusetzen, geschweige denn, sie korrekt zu plazieren. Munter klebte er sie dorthin, wo's am einfachsten ging, meistens auf die Leiterbahnenseite der Platine. Ich benutzte den Ausdruck "kleben" mit Bedacht; man beachte die sorgfältige Ausführung der "Lötstellen".

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Bei näherer Betrachtung konnte man auch erkennen, dass ebenfalls sämtliche :shock: Transistoren im ZF-Verstärker ersetzt wurden (vermutlich war keiner von ihnen defekt). Dabei hatte der diesen Service durchführende Spezialist wohl gerade kein Seitenschneider zur Hand, denn die jeweils 4 Transistorbeinchen wurden einfach ungekürzt umgebogen und angekrotzelt (siehe Buchstaben A und D).

Erste Lötversuche am Isolierschlauch :roll: (siehe Buchstabe C).

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Weshalb der HF-Drossel Dr361 vom Starbastler ein 820Ω-Widerstand parallel geschaltet wurde, wird wohl für ewig sein Geheimnis bleiben (siehe Buchstabe B).

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Die Elkos im Netzteil (siehe Buchstabe E) wurden durch solche mit zu niedrigem Wert ersetzt, der mit dem Buchstabe F sehr liebevoll an den abgezwickten Anschlussdraht des alten Elkos gepappt.

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Sorgfältig plazierte Ersatzelkos (siehe Buchstaben G bis J)...

Na dann stand ja dem Anschließen und Testen dieses armen CE16 nichts mehr im Wege. Es folgte ein Aufatmen, denn die Skalenbeleuchtung nahm sofort ihren Dienst auf. In diesem Fall konnte ja nicht viel kaputt sein :D . Aber dennoch...

...UKW war absolut tot; MW lief! Nur etwas war ungewöhnlich. Mein elsässischer MW-Lieblingssender kam auf der Skala bei ca. 660 KHz, sendet er aber doch auf ca. 1300 KHz. Ein Blick hinter die Frontplatte brachte die Erleuchtung. Das AM-Skalenseil wurde angeflickt - nicht komplett erneuert. Dabei wurde es aber falsch herum wieder aufgelegt und so ist der Drehko bei der höchsten angezeigten Frequenz ganz eingefahren (höchste Kapazität, d.h. niedrigste Empfangsfrequenz) und bei der niedrigsten angezeigten Frequenz ganz ausgefahren (niedrigste Kapazität, d.h. höchste Empfangsfrequenz). Toll! nun darf ich auch noch das Skalenseil erneuern. Vor allem das Auflegen macht immer großen Spaß :? .

Dem FM-Skalenzeiger fehlt die kleine Führungsschnur aus Nylon, sodass der Zeiger von innen an Skala entlang schrapst. Gott sei Dank habe ich noch etwas Angelschnur "von der Rolle".

Nun aber wieder zurück zum fehlenden UKW-Empfang: Es war schnell geklärt, dass der FM-ZF-Verstärker in Ordnung sein musste. Also war der Fehler im UKW-Baustein (neudeutsch: FM-Frontend... schrecklich!) zu vermuten.

Nach dem Entfernen des Abschirmgehäuses fiel sofort der neue, unschön hineingepfuschte und an die abgezwickten Anschlussdrähte des Originaltransistors schlecht angelötete Eingangstransistor T101 auf (siehe Buchstabe L). Es sollte eigentlich ein AF106 sein, war aber ein AF139. Von den technischen Daten her (beides Mesatransistoren) ein akzeptabler Ersatz (wenn auch nicht der Originaltyp), zumal der AF139 für noch erheblich höhere Frequenzen geeignet ist, als der AF106. Seine etwas geringere Spannungsfestigkeit spielt in dieser Schaltungsumgebung keine Rolle. Eine Spannungsmessung am Emitterwiderstand ergab auch den korrekten Wert.

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Nächster Transistor T102 (siehe Buchstabe M): Oh weh! Da stand ja nicht, wie es sollte AF124 drauf, sondern AF126. Ein völlig ungeeignetes Exemplar, der aufgrund seiner zu niedrigen Grenzfrequenz keinesfalls in einer UKW-Vorstufe, sondern nur in ZF-Verstäkerstufen einzusetzen ist. Ein weiterer Umstand wunderte mich ebenfalls. Beim Berühren des Transistorgehäuses veränderte sich das leise Rauschen im Lautsprecher, obwohl das Transistorgehäuse als Abschirmung intern mit dem Masseanschluss verbunden sein sollte. Kontrollblick: der Transistor war falsch herum angeschlossen. Die Transistoren T102 und T103 sind gesockelt und der geniale Servicespezialist brachte es noch nicht einmal fertig, den neuen (falschen) Transistor wenigstens richtig herum einzustecken. Daher: defekt. Macht aber nix, war eh der falsche.

Als der Tuner nach all diesen Bemühungen noch immer nicht lief, sagte der wackere Vorbesitzer bestimmt zu sich selbst: "Na dann setze ich die Kiste eben "ins eBay". Sprach's und tat's. Und nun hänge ich auch noch mit drin :D .

Nachdem wieder ein AF124 seinen Platz im Sockel gefunden hatte, war erfreulicherweise ein guter UKW-Empfang möglich. Allerdings wurden offenbar die Schwingkreise im UKW-Teil, zumindest aber der Oszillatorkreis verstimmt, denn die empfangenen Sender liegen um ca. 2 MHz neben der auf der Skala angezeigten Empfangsfrequenz.

Die Umschaltung auf "Stereo" ergab nur einen sehr leisen, verzerrten Stereoempfang. Da gibt's also noch zu tun. Aber ich möchte erst mal alle anderen Pfuschstellen und Wehwehchen beseitigen. Eigentlich sollte man solch ein verbasteltes Gerät gleich wieder zuschrauben und zurückschicken, aber um einen CE16 wäre das wirklich zu schade.

Wenn Ihr richtig aufgepasst hattet, habt Ihr sicherlich bemerkt, dass der Buchstabe K fehlt. Er ging mir verloren...

Ich werde wieder berichten, falls sich ein Zwischenergebnis lohnen sollte, andernfalls wenn der Patient abschließend wieder geheilt entlassen werden kann.

Viele Grüße

Heinrich

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#2 Beitrag von FLHX » 28.05.2014, 14:29

Hallo Heinrich,

ein toller, informativer Bericht, bewundernswert, mit welcher Akribie und Geduld Du Dich dem CE16 angenommen hast, Erinnerungen an meinen CE1000 werden wach, der nach wie vor tadellos funktioniert...

Herzliche Grüße

Michael

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#3 Beitrag von v/d/b » 28.05.2014, 17:59

Hallo Heinrich,
wie alle Deine Berichte herzerfrischend zu lesen :D
Ich selbst lasse von den HF-Geschichten mangels fachlichem Hintergrund ja lieber die Finger :oops:
Um so mehr freue ich mich darüber, wenn man hier auch mal was zu dieser Thematik zu lesen bekommt.


Viele Grüße
Thomas

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#4 Beitrag von thoman » 28.05.2014, 20:35

Oh weh, Heinrich,

da hast Du dir was angetan :wink:
Der CE 16 hätte aber in keine besseren Hände als in Deine kommen können. Auch Deine Beiträge lese ich unbandig gerne, deshalb schreibe bitte ausführlichst jeden kleinsten Reparaturerfolg :D
Sowas derartig Verbasteltes sehe ich auch zum ersten Mal, Respekt.

Viel Erfolg und Gruß
Thomas
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Der Fotograf zum Koch: Ihr Essen schmeckt hervorragend, sie müssen sehr teure Töpfe haben!

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#5 Beitrag von Uli » 28.05.2014, 21:22

Moin Heinrich!

Auch von mir meinen höchsten Respekt das Du Dir solch eine Baustelle antust, unglaublich was dabei herrauskommt wenn Laien damit anfagen Teile einfach wahrlos verbraten.
Es ist ein irrer Auftrag solch ein Rätsel zu lösen und wird vermutlich in Arbeitsstunden nicht bezahlbar. Der Eigner kann sich glücklich schätzen Dich gefunden zuhaben!

Weiter so!

Ich denke hier ist ein 'wichtig' fällig, gerne lesen wir mehr davon!!

Vielen Dank!

Gruß... Uli

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CE 16, Jugend forscht

#6 Beitrag von carlos » 28.05.2014, 22:16

Bonsoir, Freunde der Sonne und des Kindergartens!
Das,was sich Heinrich da antut, habe ich auch, nur mein Pflegefall kann immer ´stereo´, aber am Decoder liegt es selbst nicht, habe ich schon grossflächig getauscht und wieder zurück, gleicher Effekt. Und das Skalenseil FM ist auch falschrum draufgewickelt, AM ist gerissen, meine liebste Arbeit. Der Besitzer hat ebenfalls in seinem Wahn alle erreichbaren C´s getauscht, maybe, there is somewhere a bridge.
Also der klassische Fall: Jugend forscht ........
Und danke an Heinrich für die Schuhe, die er sich immer wieder anzieht, sind das vielleicht ´braune´? Remember : No browns after five (5 p.m.)

Gruss Gerd J.

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#7 Beitrag von jade » 29.05.2014, 07:51

Uli hat geschrieben: Der Eigner kann sich glücklich schätzen Dich gefunden zuhaben!
Ja dann oute ich mich mal und ich bin froh, dass mein CE auf dem Seziertisch von Heinrich liegt und ich es damit in absolut fachkundige Hände gegeben habe.

Irgendwie habe ich bei meine Zeitreise in die "Sechziger Jahre" wenig Glück. Erst das vermeintlich "Tadellosgerät" CSV 13, welches bei mir eingetroffen, den Dienst versagte und jetzt der Tuner.
Äußerst ärgerlich an der ganzen Geschichte für mich ist, dass meine Anfrage hier im Forum nach einem CE16 zwar positiv beantwortet wurde, doch leider drei Stunden zu spät.
In der Zwischenzeit hatte der ebäh-Händler meinen Preisvorschlag akzeptiert und ich hatte einen rechtsverbindlichen Vertrag abgeschlossen. Selbstverständlich war das Gerät in einem voll funktionsfähigen Zustand angeboten worden.
Das Gerät stand dann erst einmal mehrere Wochen ungetestet rum, da sich der CSV 13 noch auswärts in Pflege befand.
Nachdem Der CSV wieder geheilt zurück kam und ich aus Leverkusen mir noch einen schönen PCS 5 abgeholt hatte, habe ich mich wie ein kleiner Junge ( der ich auch war, als die Geräte produziert worden sind) auf die für mich optisch schönste Anlage gefreut.
Die Ernüchterung war dementsprechend groß, als der Tuner nicht mit mir auf UKW reden wollte.
Da kommt es ja schon fast einem Sechser im Lotto gleich, dass sich Heinrich so liebevoll um meinen Patienten kümmert. An dieser Stelle nochmals meinen ausdrücklichen Dank.

Und nein - ich bin zwar jetzt auch im Besitz eines Lötkolbens, aber Reparaturversuche habe ich an dem Gerät nicht vorgenommen.

Ich freue mich auf weitere Beschreibungen von Heinrich - um Ebäh werde ich zukünftig einen großen Bogen machen.

Viele Grüße
l Volker
Suche nix mehr - ich habe vorerst fertig

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henry2
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#8 Beitrag von henry2 » 05.06.2014, 13:23

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure tröstenden, aber auch aufmunternden Worte. Sie haben mich echt gestärkt. Deshalb ist's nun auch vollbracht! Da ich nicht "am Stück" dran bleiben konnte, wurden drei Sessions daraus, bestehend aus insgesamt fünf Schritten.

1. Schritt: ZF- und Netzteilplatine.
Die Elkos A (C803), B (C389) und C (C384) wurden ersetzt, die beiden Elkos D (C376/377, sie gehören zum Ratiodetektor) konnten wiederverwendet werden und wurden lediglich von der Leiterbahnen- auf die Bestückungsseite umgebettet. Auch der Elko (C208 ohne Abb.) auf der AM-HF-Platine wurde erneuert und auf die "richtige Seite" verlegt. Der Widerstand, der die Drossel Dr361 überbrückte und dort aber gar nicht hingehörte, wurde entfernt.

Bei der Gelegenheit kürzte ich die überstehenden Transistorbeinchen aller AF126, besserte schlechte Lötstellen nach und reinigte abschließend die Platine.

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2. Schritt: UKW-Baustein.
Um den unsäglich eingebauten und an die abgeschnittenen Beinchen des alten Transistors angepappten neuen T101 wieder richtig einzulöten, musste die Decoderplatine raus. Man kam dann recht gut von unten an die betreffenden Lötstellen heran. Den anstelle des Originaltransistors AF106 vom Vorbesitzer verwendeten AF139 habe ich wieder neu eingelötet, da er alle Anforderungen in dieser Schaltung (über)erfüllt und daher als absolut unproblematischer Ersatz gelten kann.

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3. Schritt: Stereo-Decoder.
Jetzt, wo der Decoder schon mal raus war, war es ein leichtes, den ebenfalls rückseitig angelöteten Elko (C909, der noch dazu einen falschen Wert besaß) auszutauschen und an der richtigen Stelle wieder einzusetzen.

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4. Schritt: Abgleich- und Einstellarbeiten.
Als erstes stand die Überprüfung des Abgleichs vom AM-ZF-Verstärker an. Es stellte sich heraus, dass hier nichts zu verbessern war. Das gleiche ergab sich beim Nachgleichversuch des FM-ZF-Verstärkers. Glücklicherweise hatte hier wohl niemand zuvor an den "Schräubchen" gedreht.

Wohl aber am Schräubchen des FM-Oszillatorkreises. Der war nämlich (wie im Eingangsbeitrag beschrieben) um fast 2 MHz verstimmt. Diese Schräubchen dienen aber auch dazu, die richtige Einstellung wieder herzustellen - ich hab's getan...
An der Abstimmung der Vor- und Zwischenkreise gab es nichts mehr zu verbessern.

Nun war wieder ein guter (Mono)Empfang gegeben, wogegen der Stereoempfang nach wie vor leise und verzerrt war; das Stereolämpchen gab auch kein leuchtendes Beispiel ab. Da die Wachsversiegelung aller Spulenkerne noch unversehrt war, habe ich die Einstellungen der drei Trimmpotentiometer (R903, 924 und 927) überprüft. Sie waren alle gnadenlos verstellt. Nach Neueinstellung funktionierte alles wieder tadellos. Klang und Kanaltrennung sind nun O.K.

5. Schritt: Skalenseil.
Das Unangenehmste habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben (beim Essen mache ich das in der Regel umgekehrt). Aber ich wollte doch meinen MW-Sender aus dem Elsass nicht auf den angezeigten 660 KHz, sondern auf den korrekten 1300 KHz empfangen. Wie schon gesagt, das Skalenseil war falsch herum aufgelegt. Dieses Unglück geschah wohl beim Anflicken des alten, sicherlich gerissenen Seils. Also musste alles raus und wieder neu rein. Wie froh war ich, als ich in meinem Slp-Fundus alter Braun-Geräte ein Seilschema für den CE16 fand (die Slps erstand ich mal in der Bucht auf CD). Ohne dieses wäre ich bestimmt aufgeschmissen gewesen.

Um an die Skalenseile heranzukommen, muss man zunächst die Opalfolie "F" hinter der Skala abnehmen, anschließend die beiden Winkelbleche "G". Die Zeiger werden von den beiden dünnen Nylonschnüren "H" geführt. Zeiger und Führungsschnüre sind witzigerweise mit jeweils einer kleinen, locker geknoteten Schleife miteinander verbunden.

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Die untere untere Nylonschnur zur Führung des FM-Zeigers war gerissen; ich habe sie wie versprochen durch ein Stück Angelschnur ersetzt. Sie ist zwar ein bisschen dünner, kann aber immerhin sooo >>>-----------> große Fische aus dem Wasser ziehen!

Das neue Skalenseil kommt aus dem Schwarzwald und ist deshalb von dunkelgrüner Farbe. Für diejenigen, die auch gerne mal ein Skalenseil im CE16 wechseln möchten, habe ich mal das Seilschema hochgeladen.

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Tja, irgendwann geht alles mal zu Ende, so auch die kurzzeitige und etwas abenteuerliche Liaison mit dem CE16, der mir inzwischen aber doch ans Herz gewachsen ist.

Hier nochmal ein Abschiedsbild:

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So was schönes hätte ich auch gerne; allein der Platz... Ein wenig davon benötigt man eben auch zum Wohnen.

Viele Grüße

Heinrich

Friedel
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#9 Beitrag von Friedel » 05.06.2014, 13:32

Hervorragend dokumentiert. Ich hätte diese Audauer nicht. Ich werde Dich auf der Börse mal fragen, was Du dafür aufgerufen hast. Kann doch bei reeller Auflistung keiner bezahlen.

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#10 Beitrag von wetterauer » 05.06.2014, 13:50

Hallo,

auch als Nichtlöter lese ich mit großem Interesse die Wiederbelebungsberichte hier und staune immer wieder. Es ist Wahnsinn was Ihr hier drauf habt.
Viele Grüße
Andreas

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#11 Beitrag von henry2 » 05.06.2014, 15:49

Hallo Friedel,

danke für die Blumen. Aber Deine Beiträge sind ja auch nicht von Pappe. Meist schreibst Du tatsächlich kurzgefasster als ich, aber dahinter steckt oft genausoviel Ausdauer, Wissen und Können in der Umsetzung. Du befasst Dich eben hauptsächlich mit "zeitgenössischer" Elektronik, was keinesfalls weniger kompliziert und wegen der Miniaturisierung meist viel schwieriger zu handeln ist, als die Oldie-Technik. Es sind eben einfach unterschiedliche Wissens- und Erfahrungsbereiche.

Gruß Heinrich

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#12 Beitrag von Paparierer » 05.06.2014, 18:59

Toll!

(=fast sprachlos :wink: )

Gereon
P.S. Vielleicht sind ein paar Fotos noch etwas für die Produktgalerie?
...meistens ist es was Mechanisches...
- wenn es nicht will, wende Gewalt an;
geht es kaputt, hätte es eh gewechselt werden müssen... :wink:

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#13 Beitrag von Norbert » 05.06.2014, 22:34

Hallo Heinrich,

toller Bericht, tadellose Bilder und eine spitzenmäßige Reparatur des leider von einem "Verzweiflungstäter" verpfuschten Tuners - wie von Dir gewohnt.

Uli hat Recht, der Thread bekommt das Prädikat "Wichtig" :D

Grüßle aus FR

Norbert
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
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#14 Beitrag von jade » 06.06.2014, 10:09

Auch ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Heinrich für seine erfolgreichen Wiederbelebungsaktionen an meinem Tuner bedanken.
Bin schon ganz gespannt, wenn das Teil im Zusammenspiel mit meinem CSV 13 erstmalig seinen Dienst versieht.

Viele Grüße
Volker
Suche nix mehr - ich habe vorerst fertig

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#15 Beitrag von Rainer Hebermehl » 06.06.2014, 11:43

KLasse,

Dein Bericht ist ein lesenswertes Genüsselchen !

GRuß
Rainer


PS. die AF139 waren in den UHF-Tunern verbaut.
Aus dem Radio steigt der Rauch - Soll er auch.

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#16 Beitrag von andreas schnadt » 06.06.2014, 18:44

@ Rainer : Du sprichst mir aus der Seele!
Heinrich gebührt der allergrößte Respekt für die Reparatur diese völlig verbastelten Grätes; ich bewundere immer wieder sein Können und Wissen!
Grüße Andreas aus der Nordsee zwischen Newcastle und Amsterdam
Viel Freude beim Hören !

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